"Baum-Mann" wurden sechs Kilogramm Hautwucherungen entfernt

25. August 2008, 13:42
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37-jähriger Indonesier leidet unter Kombination von Papillomviren-Infektion und angeborener Immunschwäche - Krankheit nahm extremes Erscheinungsbild an

Jakarta - Eine Infektion mit Papillomviren und eine genetisch bedingte Immunschwäche haben dem 37-jährigen Indonesier Dede den Spitznamen "Baum-Mann" eingetragen. Die seltene Faktorenkombination führte bei ihm zu warzenartigen Wucherungen mit "baumrindenartigem" Erscheinungsbild im Gesicht sowie - besonders extrem - an Händen und Füßen.

Dede litt seit mehr als zwei Jahrzehnten unter den unkontrolliert wuchernden Warzen, erst im vergangenen Jahr erhielt er die genaue Diagnose. Die erste Runde der Behandlung wurde nun erfolgreich in der Stadt Bandung durchgeführt: dabei wurden dem Mann Hautwucherungen mit einem Gesamtgewicht von etwa sechs Kilogramm entfernt. Dede konnte danach in sein Heimatdorf in West Java zurückkehren, wie sein Arzt Rahmat Winata am Montag mitteilte. Dede sagte der Nachrichtenagentur AFP telefonisch von seinem Dorf aus, er hoffe, nun ein normales Leben führen zu können und auch eine neue Frau zu finden, nachdem ihn die Mutter seiner Kinder verlassen hatte. "Jetzt kann ich mit meinen Kindern zusammenleben. Ich kann mich bewegen und überall hingehen."

Doktor Winata sagte, sein Patient werde nun viele Medikamente schlucken müssen, darunter Vitamin A, um ein erneutes Wachstum der Warzen zu verhindern. Im Oktober, nach dem muslimischen Fastenmonat Ramadan, müsse Dede für die neunte Operation noch einmal ins Krankenhaus: Dann sollen die verbliebenen 300 Gramm der Auswüchse entfernt werden. (APA/red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Dede auf einem Bild aus dem vergangenen Jahr

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