Österreicher-Quartett hofft auf Königsklasse

25. August 2008, 13:20
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Klubs von Ivanschitz, Stranzl, Manninger und Arnautovic im Quali-Einsatz - Famagusta und Borisow knapp vor Über­raschungen

Wien - Am Dienstag und Mittwoch fällt die Entscheidung über die Teilnehmer an der Gruppenphase der Fußball-Champions-League. Auch ein österreichisches Quartett macht sich in den Rückspielen der dritten Qualifikationsrunde Hoffnungen. Die besten Chancen haben am Dienstag die Clubs von Alexander Manninger (Juventus Turin) und Andreas Ivanschitz (Panathinaikos Athen). Martin Stranzl (Spartak Moskau) und Marko Arnautovic (Twente Enschede) müssen am Mittwoch nach Hinspiel-Niederlagen hingegen mit dem Ausscheiden rechnen.

Twente ohne Arnautovic, Bankdrücker Stranzl

Sicher ist allerdings, dass nicht alle Österreicher zum Einsatz kommen werden. Stürmer Arnautovic fällt mit einem Riss am hinteren Oberschenkelmuskel fix aus, die Niederländer müssen ohne den U21-Teamspieler bei Arsenal ein 0:2 aufholen. Verteidiger Stranzl kam bei Spartak in den vergangenen drei Meisterschaftsspielen nicht zum Einsatz, ihm droht dieses Schicksal auch beim Rückspiel gegen Dinamo Kiew.

"Stehe dazu, wenn ich schlecht spiele"

"Die Situation ist unbefriedigend. Ich habe dafür vom Verein und Trainer keine Begründung erhalten", sagte Stranzl in einem Telefonat am Montag. "Ich kann nur weiter trainieren und arbeiten. Die Aufstellung macht aber der Trainer", meinte Stranzl. Das Hinspiel gegen Kiew hatte Spartak daheim 1:4 verloren. Der ÖFB-Innenverteidiger war unmittelbar nach dem 3:1 der Gäste ausgewechselt und medial für sein Abwehr-Verhalten vor dem Gegentreffer kritisiert worden. "Es war ein Schnittball genau zwischen mich und meinen Mitspieler, nachdem das Mittelfeld den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren hatte", verteidigte Stranzl seine Leistung. "Ich glaube nicht, dass diese Szene der Grund ist, dass ich jetzt nicht mehr spiele. Wenn mich der Trainer auswechselt, muss ich das akzeptieren. Ich stehe auch dazu, wenn ich schlecht spiele."

Juve mit 4:0 im Gepäck nach Preßburg

Ivanschitz und Panathinaikos verteidigen zu Hause den 2:1-Auswärtserfolg gegen Sparta Prag, Juventus Turin reist mit einem 4:0 im Gepäck zu Artmedia nach Preßburg. ÖFB-Teamgoalie Manninger ist bei Juventus freilich nur die Nummer zwei hinter Gianluigi Buffon.

Großes Zittern in Griechenland

Ganz allgemein versprechen die Ausgangslagen viele spannende Rückspiele. Aus der Favoritenriege darf neben Juventus auch der FC Barcelona nach einem 4:0-Auswärtserfolg bei Wisla Krakau schon für die Gruppenphase der Königsklasse planen. Das große Zittern ist hingegen bei Olympiakos Piräus angebracht, das - wie Rapid eine Runde zuvor - beim zypriotischen Überraschungsteam Anorthosis Famagusta mit 0:3 abserviert worden war. Für ein Novum könnte indes BATE Borisow sorgen. Nach dem 1:0-Erfolg bei Lewski Sofia stehen die Chancen gut, als erster weißrussischer Club die CL-Gruppenphase zu erreichen.

Die Auslosung für die Gruppenphase des Bewerbs findet am Donnerstag, 18.00 Uhr, in Monte Carlo statt. Fix qualifiziert sind bereits: Manchester United, Real Madrid, Villarreal, Chelsea, Inter Mailand, AS Roma, Olympique Lyon, Girondins Bordeaux, Bayern München, Werder Bremen (Sebastian Prödl, Martin Harnik), FC Porto, Sporting Lissabon, CFR Cluj, PSV Eindhoven, Zenit St. Petersburg und Celtic Glasgow. Die erste Runde geht am 16. bzw. 17. September in Szene. (APA)

 

 

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    Juventus (re) hat sich schon im Hinspiel gegen Artmedia Brastislava ein stabiles Fundament für die Qualifikation zur Königsklasse geschaffen.

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