Wiener Börse am Freitag: ATX schließt sehr schwach

5. September 2008, 18:15
posten

Verluste auf breiter Front - Erneut US-Arbeitsmarkt als Belastungsfaktor

Wien - Belastet von neuerlich schwachen US-Arbeitsmarktdaten hat die Wiener Börse die Sitzung am Freitag bei hohem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 87,03 Punkte oder 2,53 Prozent auf 3.350,19 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 205 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3.555 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,41 Prozent, DAX/Frankfurt -2,42 Prozent, FTSE/London -2,36 Prozent und CAC-40/Paris -2,49 Prozent.

Bedingt durch sehr schwache Vorgaben zeigten sich Europas Börsen bereits im Frühhandel mit negativer Tendenz. Am Nachmittag gaben neuerlich schlecht ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten den Sorgen über eine Konjunkturschwäche zusätzlichen Auftrieb, und belasteten die Stimmung an den Aktienmärkten. In den USA ist die Arbeitslosenquote im August auf 6,1 Prozent und somit auf den höchsten Wert seit September 2003 gestiegen.

Auch der Wiener Aktienmarkt konnte sich dem internationalen Trend nicht entziehen und rutschte im Verlauf kontinuierlich immer weiter in die Verlustzone. Die Abschläge erfolgten auf breiter Front und quer über alle Sektoren.

Am Ende des ATX-Prime fielen Post-Aktien 6,71 Prozent auf 23,63 Euro (283.157 gehandelte Stück). Nach den kräftigen Aufschlägen am Donnerstag brachen Polytec um 4,94 Prozent auf 10,00 Euro (144.311 Stück) ein.

Strabag-Aktien ermäßigten sich um 2,94 Prozent auf 39,34 Euro (154.518 Stück). Die Experten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihr Anlagevotum für die Aktie auf "hold" und das Kursziel 50 auf 45 Euro gesenkt. Die Experten der UniCredit haben ihr Votum "Buy" hingegen bestätigt.

Auch die ATX-Five-Werte schlossen einheitlich in der Verlustzone. Den größten Abschlag erlitten voestalpine mit minus 3,70 Prozent auf 31,78 Euro (1.250.956 Stück). Nach einer Sektorherabstufung durch Goldman Sachs zählten Stahlwerte weltweit zu den Verlierern.

Telekom Austria sanken 2,08 Prozent auf 14,59 Euro (1.866.577 Stück). Im Rahmen einer Sektorstudie haben die Analysten von Goldman Sachs das Kursziel für die Aktie von 17,70 auf 17,80 Euro angehoben und das Votum "buy" bestätigt.

Die Aktien des Leiterplattenherstellers AT&S verloren 1,11 Prozent auf 8,90 Euro (5.758 Stück). Eine Gewinnwarnung von Nokia führte zu weitreichenden Abschläge in der Mobilfunkbranche und ihren Zulieferbetrieben. Nach klaren Gewinnen am Nachmittag rutschten die Aktien der AUA noch ins negative Terrain und schlossen mit einem Minus von 1,60 Prozent bei 6,15 Euro (2.097.068 Stück)

 

Die zehn größten Kursgewinner von Freitag:

1. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG        +7,40 Prozent
2. HTI HIGH TECH INDUSTRIES AG       +2,55 Prozent
3. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG     +1,94 Prozent
4. AGRANA BETEILIGUNGS-AG            +1,42 Prozent
5. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG       +1,15 Prozent
6. TEAK HOLZ INT. AG                 +0,68 Prozent
7. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE      +0,51 Prozent
8. SCHOELLER-BLECKMANN AG            +0,29 Prozent
9. KAPSCH TRAFFICCOM AG              +0,11 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer von Freitag:

1. OESTERR. POST AG                  -6,71 Prozent
2. RHI AG                            -4,98 Prozent
3. POLYTEC HOLDING AG                -4,94 Prozent
4. ZUMTOBEL AG                       -4,72 Prozent
5. WIENERBERGER AG                   -4,59 Prozent
6. A-TEC INDUSTRIES AG               -4,36 Prozent
7. WOLFORD AG                        -4,34 Prozent
8. FLUGHAFEN WIEN AG                 -4,31 Prozent
9. VIENNA INSURANCE GROUP            -3,98 Prozent
10. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG     -3,97 Prozent

 

Share if you care.