Digitale Magazine setzen auf spezielles Layout

25. August 2008, 08:30
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Aussehen wird zunehmend auf die Bedürfnisse am Bildschirm angepasst - PDF-Magazine verwenden Budget für inhaltliche Qualität

Online-Magazine in Form von PDF-Dateien haben großteils aufgehört, Konzepte von Printmagazinen zu übernehmen, sondern besinnen sich auf ihre eigenen Stärken. Direkt mit Printmagazinen zu konkurrieren ist schwer für die Onlinemedien, da Leser von Magazinen gerne etwas physikalisch Greifbares in der Hand halten und die Seiten nach Belieben durchblättern. Ein Layout, das eigens für die Anzeige am Bildschirm zugeschnitten ist, gibt PDF-Magazinen einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Zeitschriften. Geringe Herstellungskosten erlauben außerdem, den Großteil des Budgets für hochqualitativen Inhalt zu verwenden. Rund 200 solcher PDF-Magazine findet man im Internet, berichtet die Financial Times Deutschland.

Unterschiede

Kleinere Seiten, größere Schrift und größere Bilder machen die digitalen Magazine angenehm lesbar und geben ihnen ein unverwechselbares Aussehen. Auch Unternehmen oder Organisationen mit geringem Budget können PDF-Magazine herausgeben. Und wer ein höheres Budget hat, kann dieses in erstklassige Autoren und Fotografen investieren und so viele herkömmliche Magazine an inhaltlicher Qualität übertreffen. Zudem bieten PDF-Magazine zahlreiche Möglichkeiten zu interaktiver Gestaltung. Flash-Anwendungen können nicht nur das Umblättern von Seiten simulieren, sondern auch innerhalb der Artikel Musik und Videos abspielen. In vielen PDF-Publikationen verschmelzen Internet und Magazin miteinander. Die theoretisch unbegrenzte Reichweite eröffnet auch für Werbekunden der Magazine neue Möglichkeiten.

Load

Unter den Online-Magazinen findet man beinahe zu jedem Thema etwas. Eines der ältesten dieser Magazine ist Load, das in seine Artikel über Film, Mode, Musik und Games Links zu passenden Seiten auf Myspace oder YouTube einbindet. Visuell besonders ansprechend ist das zweisprachige Postermagazin Stirato aus Italien, das sich vor allem den Themen Grafik, Webdesign und Illustration widmet und das besonders in ausgedruckter Form seine Wirkung entfaltet. Unter den PDF-Musikmagazinen ist das Analogue Magazine der Studenten des Trinity College in Dublin zu empfehlen. "Jenseits von Mainstream und aufgesetzter Hipness ist Analogue einer der anspruchsvollsten Musikguides in Europa", schreibt die Financial Times Deutschland. (pte)

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Load

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    Load ist eines der längstgedienten PDF-Magazin

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