Deutsche Brennet nur an Hämmerle-Teilen interessiert

24. August 2008, 19:14
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Mitarbeiter bekommen demnächst die ausstehenden Löhne und Gehälter ausbezahlt

Dornbirn - Die 311 Hämmerle-Mitarbeiter werden in den nächsten Tagen ihre ausstehenden Löhne und Gehälter bekommen. 1,2 Millionen Euro werden demnächst aus dem Insolvenzfonds überwiesen, teilte Arbeiterkammer-Präsident Hubert Hämmerle mit. Masseverwalter Wilhelm Klagian wird heute oder morgen über den Verkauf des insolventen Textilunternehmens entscheiden. Mit drei Interessenten wird verhandelt, einer hat ein Angebot gelegt.

Stephan Denk, Vorstandsvorsitzender der deutschen Brennet AG bestätigt im Gespräch mit dem Standard: "Ja, wir haben ein Angebot abgegeben. Aber nur für jene Teilbereiche, die für uns interessant sind." Interesse hat der Produzent von buntgewebten und stückgefärbten Kleidungsstoffen an der Garnfärberei. Übernehmen würde Brennet dann maximal 30 Leute. An der Übernahme des gesamten Betriebes sei er nicht interessiert, sagt Denk. "Wer Hämmerle übernimmt, müsste riesig investieren." Das Unternehmen sei "ausgeblutet" worden, man habe über Jahrzehnte nicht investiert. (jub, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.8.2008)

 

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