Reizdarmsyndrom

24. August 2008, 18:58
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Der "Reizdarm", medizinisch Reizdarmsyndrom, lateinisch Colon irritabile, international IBS (Irritable Bowel Syndrome) ist eine gutartige, aber quälende Erkrankung

Das Reizdarmsyndrom gehört zu den Funktionellen Gastrointestinalen Störungen - FGIS (Functional Gastrointestinal Disorders).

Symptome

Die typischen Symptome: Bauchschmerzen, oft krampfartig, Verstopfung, Durchfall oder beides, Blähungen.

Häufigkeit

Die Häufigkeit in westlichen Industrieländern liegt bei zehn bis 15 Prozent, laut Schätzungen durchleiden 20 Prozent der Österreicher mindestens einmal in ihrem Leben eine Reizdarmsyndrom-Erkrankung. Frauen sind doppelt so oft betroffen wie Männer.

Ursache

Die Ursachen des Reizdarmsyndroms sind noch nicht gänzlich erforscht. Glaubte man lange an eine Störung der Darmbeweglichkeit (Motilität), weiß man inzwischen, dass Krankheiten aus dem FGIS-Spektrum ein multifaktorielles Geschehen sind.

Als Hauptursache gilt die Überempfindlichkeit der Verdauungsorgane (viszerale Hypersensitivität) auf normale Reize wie Nahrung oder Stress. Beim IBS können Nahrungsmittelunverträglichkeit, schwere infektiöse Magen-Darm-Erkrankungen oder psychische Belastungen, wie lange Stressphasen oder Traumatisierung diese Überempfindlichkeit auslösen oder verstärken.

Therapie

Medikamentöse Behandlung der Einzelsymptome, Phytopharmaka, Psychotherapie, vor allem Hypnotherapie.  (jub)

 

 

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