Morales bittet Kirchen um Unterstützung

24. August 2008, 16:43
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Präsident empfängt Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchen - Bischof bereit zu Dialog

La Paz - Der bolivianische Präsident Evo Morales hat die Kirchen zum Gebet für die Einheit des Landes und für soziale Gerechtigkeit aufgerufen. Morales empfing am Freitag Vertreter der katholischen Kirche und mehrerer evangelischer Kirchen in der Hauptstadt La Paz, um mit ihnen über politische, wirtschaftliche und soziale Themen zu debattieren, meldet Kathpress am Sonntag.

Die Kirchen würden beim Aufbau des Landes mithelfen, da sie am meisten für Gleichheit und Gerechtigkeit eintreten, so Morales vor Journalisten. Der Erzbischof von La Paz, Edmundo Abastoflor Montero, betonte nach dem Treffen, die katholische Kirche sei bereit, einen Dialog zu unterstützen. Eine Spaltung Boliviens sei nicht wünschenswert.

Bolivien leidet unter einer politischen Spaltung zwischen der Regierung und fünf der neun Provinzen, auch zwischen Hochland und Tiefland. Am 10. August hatte Morales ein Referendum über die Fortführung seiner Amtszeit klar mit rund 67 Prozent gewonnen. Gleichzeitig wurden aber auch die Präfekten, die sich gegen die "sozialistische" Politik des Präsidenten wenden und einen Autonomiestatus fordern, mit ähnlichen und höheren Stimmenanteilen in ihren Ämtern bestätigt. Die Präfekten lehnen auch eine neue Verfassung ab, da über diese ohne die Anwesenheit der Opposition abgestimmt worden war. Seit Monaten sind Streiks und Blockaden von Gegnern oder Befürwortern des Präsidenten an der Tagesordnung. (APA)

 

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