US-Universität zeigt Filme gegen Krieg

21. Februar 2003, 22:32
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Im Festival "Rolle des Bösen" bringt auch Beiträge aus "Schurkenstaaten"

Washington - Mit Filmen aus den von US-Präsident George W. Bush als feindlich betrachteten Ländern will eine US-Universität gegen den drohenden Irak-Krieg protestieren. Das Festival "Rolle des Bösen" mit Filmen aus Staaten, die Bush auf eine "Achse des Bösen" gesetzt hatte, soll die von einem möglichen Krieg betroffene Bevölkerung ins Blickfeld rücken, sagte Ariel Dorfman von der Duke University im US-Bundesstaat North Carolina am Freitag. Neben Werken aus dem Irak, dem Iran und Nordkorea sollen auch Filme aus so genannten Schurkenstaaten, zu denen die US-Regierung Kuba, Syrien und Libyen zählt, gezeigt werden.

"Meine Güte, ich will sie nicht bombardieren, um ihnen zu helfen."

Er glaube zwar nicht, dass Filme einen Krieg verhindern könnten, sagte Dorfman. Da militärische Auseinandersetzungen aber heute auf Distanz geführt würden, müsse der Blick der Menschen, in deren Namen Krieg geführt werde, auf die Opfer gelenkt werden. Er sehe darin einen "wichtigen Beitrag zur Erziehung". Bei den Festival-Beiträgen handele es sich nicht um Anti-Kriegs-Filme, fügte Dorfman hinzu: "Wenn man diese Menschen sieht, wie sie sich in ihren unglaublich schwierigen Leben abstrampeln, ist die erste Reaktion: Meine Güte, ich will sie nicht bombardieren, um ihnen zu helfen." Die Filmreihe beginnt am 26. Februar mit dem Film eines kurdischen Regisseurs und endet im April. (APA/AFP)

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