In Brüssel herrscht Gelassenheit

21. Februar 2003, 20:10
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Neuauflage von VP-FP provoziert nicht mehr

Louis Michel hat zur sich anbahnenden Neuauflage von Schwarz-Blau in Österreich nichts zu sagen. Kein Kommentar, signalisiert der Sprecher des belgischen Außenministers, der 2000 besonders vehement gegen die Koalition aufgetreten war.

Die Reaktion der EU-Kommission am Freitag war detaillierter: "Wir haben im gegenwärtigen Stadium keinen Anlass zur Beunruhigung, aber wir werden sehen, welche Beschlüsse die Regierung fassen wird", sagt Jonathan Faull, der Sprecher von EU-Kommissionspräsident Romano Prodi. "Wir beurteilen Regierungen ausschließlich nach ihren Taten", betont er.

Von deutschen EU-Diplomaten hieß es, man sehe die Entwicklung gelassen. "Schließlich sind auch beim letzten Mal die schlimmsten Erwartungen vom Anfang nicht eingetreten. Alles ging seinen gewohnten Gang."

EU-Agrarkommissar Franz Fischler ließ ausrichten, es sei wichtig, dass die Koalition sich eindeutig zur EU-Erweiterung äußere und zu Europa und den großen Projekten der Union bekenne. (DER STANDARD, Printausgabe, 22.2.2003)

Jörg Wojahn aus Brüssel
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