"Epiphany" verschreibt sich der Reduktion

21. Februar 2003, 16:43
6 Postings

Neuer Browser möchte "überladene" User-Interfaces der bekannten Browser hinter sich lassen

Mit Epiphany ist wieder einmal ein neuer Browser in Entwicklung, der auf der Mozilla Rendering Engine beruht. So weit nichts ungewöhnliches. Doch epiphany hat sich im Gegensatz zum Großteil seiner Konkurrenz ganz dem schlanken Design verschrieben. Im Manifest zum Browser erklärt Hauptprogrammierer Marco Pesenti Gritti, dass seiner Meinung nach die User Interfaces der herkömmlichen Browser viel zu überladen sein, so werden die BenutzerInnen oft mit einer unübersichtlichen Einstellungsvielfalt regelrecht erschlagen.

Reduktion

Die Epiphany-EntwicklerInnen hingegen versuchen das Interface auf Nötigste zu reduzieren, ohne auf Funktionalität verzichten zu müssen. So gibt es bei Epiphany zum Beispiel keine klassische Bookmark-Leiste, statt dessen können abgespeicherte Seiten durch Eingabe von Stichwörtern in der URL-Zeile angewählt werden.

Vorbild

Als Vorbild für seinen Browser sieht Gritti Safari von Apple an. Dieser und auch das Phoenix-Projekt haben bewiesen, dass die UserInnen an einem schlanken Browser interessiert seien. Epiphany ist als Abspaltung des Galeon-Projekts entstanden, und beruht entsprechend ebenso wie dieser auf dem GNOME-Desktop, und ist somit nur für Unix-Rechner erhältlich. Auf den Webseiten des Projekts ist eine Version 0.4.2 des Browsers herunterladbar, mit 0.5.0 soll in Kürze eine neue Version mit zahlreichen Änderungen erscheinen. (red)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.