US-Stars erfüllen Mission

24. August 2008, 10:48
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    ap photo/charlie riedel

    Kobe Bryant überragte auch beim Feiern seine Kollegen.

Gold nach einem 118:107 gegen Spanien - NBA-Stars wurden im Finale deutlich mehr gefordert als im gesamten Turnierverlauf

Peking - Es war ein würdiges Finale, und dennoch war der Sieger der, den alle erwartet hatten. Das Starensemble der USA wurde seiner Favoritenrolle im olympischen Basketball-Turnier der Herren gerecht. Die US-Amerikaner besiegten in einem hochklassigen Endspiel in Peking Weltmeister Spanien mit 118:107 (69:61) und rehabilitierten sich damit für die Blamage von Athen 2004, als sie lediglich Bronze gewonnen hatten.

Der ungeschlagene Topfavorit war im Endspiel allerdings deutlich mehr gefordert worden als im gesamten Turnierverlauf. Zwei Minuten vor Schluss waren die Spanier lediglich mit 104:108 zurückgelegen, ehe Topscorer Dwyane Wade mit einem Dreipunkter für die Entscheidung sorgte. Der Guard von den Miami Heat erzielte insgesamt 27 Punkte. Superstar Kobe Bryant steuerte weitere 20 Zähler für die USA bei, 13 davon alleine im Schlussviertel.

Großartiges Spiel der Spanier

"Das ist wichtiger und viel spezieller als jede Meisterschaft, die irgendjemand von uns in Zukunft gewinnen wird", sagte Bryant, der am Vortag neben dem Triumph der US-Basketball-Damen auch seinen 30. Geburtstag gefeiert hatte. Als erster Gratulant zum Olympiasieg stellte sich Pau Gasol ein. Spaniens Superstar spielt mit Bryant in der NBA bei den Los Angeles Lakers. "Auch Silber ist gut. Wir haben ein großartiges Spiel gemacht", betonte Gasol, mit 19,4 Punkten pro Spiel bester Werfer des Turniers.

Acht Jahre hatten die USA seit Sydney auf ihren 13. Olympiasieg bei den Basketball-Herren gewartet. Mit einem Starensemble, das nicht einmal den Vergleich mit dem legendären "Dream Team" von 1992 in Barcelona scheuen musste, waren sie nach Peking gereist, um sich für die Schmach von Athen zu rehabilitieren. Das von College-Trainer Mike Krzyzewski betreute "Redeem Team" vermochte dank physischer Überlegenheit auf voller Länge zu überzeugen.

Jubel auf beiden Seiten

Die NBA-Stars ließen sich vom Olympia-Fieber anstecken, jubelten wie kleine Kinder über Gold. "Ich kann es gar nicht glauben. Es ist ein Traum", sagte LeBron James. In Peking hatten Bryant, James und Co. eine wahre Hysterie ausgelöst, ist Basketball doch nicht zuletzt dank Chinas Volksheld Yao Ming eine der führenden Sportarten. Am Ende jubelten beide Finalisten, denn die Spanier hatten dem Topfavoriten in einem hochklassigen Finale alles abverlangt.

Die spanischen Medien feierten die Niederlage des Weltmeisters gar als die beste Leistung in der Geschichte des spanischen Basketballs. Rudy Fernandez führte die Spanier mit 22 Zählern an, Pau Gasol steuerte weitere 21 Punkte bei. Der erst 17-jährige Spielmacher Ricky Rubio holte sich als jüngster Basketballer der Geschichte olympisches Edelmetall, zudem sorgte Juan Carlos Navarro mit spektakulären Aktionen immer wieder für Probleme in der US-Defensive.

"Sie haben uns das Leben schwer gemacht, aber ich bin stolz auf diese Mannschaft", sagte Coach Krzyzewski. "Wir sind nicht das Dream Team, sondern das Team USA." Dieses hatte bis zum Finale kein einziges Olympia-Spiel mit weniger als 20 Punkten Differenz gewonnen. Auch die Spanier waren schon in der ersten Hälfte 14 Zähler zurückgelegen, acht Minuten vor Schluss waren es nach tollem Comeback und einem Dreier von Fernandez nur noch deren zwei.

Bronze holte sich Titelverteidiger Argentinien mit 87:75 gegen Litauen. Ohne den am Knöchel verletzten Superstar Manu Ginobili übernahm Carlos Delfino mit 20 Punkten das Kommando. "Wir wollten für Manu gewinnen. Bronze ist fantastisch, dieses Team hat unglaublich viel Herz", sagte Delfino. Ginobili hatte zwar aufgewärmt, verspürte aber zu große Schmerzen. Der Argentinier hatte sich im ersten Viertel des Halbfinales gegen die USA (81:101) verletzt, bis dahin war er bester Werfer des Turniers gewesen. (APA)

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21 Postings
eric cartman
00
25.8.2008, 11:04
chris paul...chris paul...

chris paul...chris paul...chris paul...

Klaus Walter
00
25.8.2008, 11:40

ja er is ein lässiger - aber dieses team hat viele grandiose typen mit wahnsinniger physischer präsenz ... möchte nicht wissen wie viel steroide da im spiel waren...

eric cartman
00
25.8.2008, 13:01

dwight howard anyone...? man vergleiche seinen "bau" mit dem von chris bosh.
habe ein paar spiele von den hornets in diesen playoffs gesehen, muss sagen paul hat kidd in meinem ranking als besten point guard den ich je gesehen habe schon überholt (stockton hat mir net so getaugt, was vielleicht auch an malone und dem ewigen pick-and-roll gelegen ist).

Stan the man
00
24.8.2008, 20:26

vom team 92 sind sie aber noch immer weg - wird wohl unerreicht bleiben...

oxy
00
25.8.2008, 19:03
die anderen sind auch stärker geworden,

die spanier waren schon saugut, vor allem im 2. und 3. drittel....

invodaseibua
51
24.8.2008, 15:52
US-Stars erfüllen Mission

Müssen sie jetzt wieder zurück an die Irak-Front?
Die Armen!

trebolshop
 
01
24.8.2008, 13:43
Tolles Spiel.

Ärgerlich nur die immer wieder unbelehrbaren und schlecht vorbereiteten Kommentatoren vom ORF.

*kopfschüttel*

Vince1
 
00
26.8.2008, 10:16
Ja leider...

von Experten kann man hier leider nicht sprechen...

fabfive
00
24.8.2008, 19:14
darum schaut man sich

sowas am besten auf eurosport an - natürlich wenn man die möglichkeit hat.
für mich die besten kommentatoren.
im basketball übrigens jan slaby

juri chebesta
23
24.8.2008, 13:06
schade

Austro-Spanier0
02
24.8.2008, 12:19
US-Stars erfüllen Mission

Eine mehr als verdiente Goldmedaille für die US boys, aber die Hilfe des Litauischen "Unparteiischen" war ganz einfach skandalös und unangebracht. Die Amerikaner hätten wahrscheinlich auch ohne Hilfe, wenngleich auch noch knapper gegen ein fantastisches spanisches Team gewonnen. Congrats US Team, enhorabuena España für ein grossartiges Finale.

Jeannot81
 
01
24.8.2008, 18:05
Ich bin begeistert...

...auch wenn es stimmt, die Schiedsrichterleistung war miserabel. Speziell bei Schrittfehlern wurde einfach meistens absichtlich das FIBA-Regelwerk ignoriert, um den Amerikanern kein Bein zu stellen. Aber ich bin dennoch froh, denn Spanien hätte ohne ihre doch etwas zu große Nervosität und die Naivität einiger Spieler gewinnen können. Das alleine macht mich schon glücklich, denn Spanien hat heute bewiesen, dass der europäische Basketball endgültig nicht mehr belächelt werden darf und (natürlich noch nicht in der Breite) in der Spitze mit dem amerikanischen zumindest mitgehen kann, wenn die Konzentration stimmt und man sich nicht aus lauter Respekt vor dem Dreamteam schon niedermachen lässt. Es wird, ich freu mich schon auf London 2012 ;)

Austro-Spanier0
10
24.8.2008, 18:48

Ein als grosses Kompliment aufzufassender Bericht von USA Today meinte: "The Americans were lucky to be better than Spain on Sunday". Ähnliche Kommentare sind auch in vielen anderen US Tageszeitungen zu lesen. Die Zeiten der grossen Überlegenheit der USA in Sportarten wie Eishockey (schon geschehen) und Basketball gehen ihrem Ende zu.

oxy
01
25.8.2008, 19:05
für die aussage,

dass die usa im eishockey lange überlegen waren würden sie dich in kanada am nächsten baum aufhängen und das obwohl es kaum irgendwo so entschiedene gegner der "death penalty" gibt ;-))

sixela
21
24.8.2008, 21:21
Ist das so?

Die USA haben jedenfalls die Ballsportarten in Peking völlig beherrscht:
Gold im Basketball Damen und Herren, Volleyball Herren, Beachvolleyball Damen und Herren, Wasserball Damen, Fußball Damen, Silber Volleyball Damen, Wasserball Herren, Softball, Baseball mit Amateurteam.

Im Eishockey waren sie selten führend, meistens die Kanadier, die es eh noch sind.

gäbe es American Football Weltmeisterschaften oder bei Olympia.,die USA würden alles wegputzen.

Nein, nein, die Amis beherrschen den Ballsport.

Austro-Spanier0
22
25.8.2008, 00:30

Die Ballsportarten die sie hier aufzählen, sind aber ein ziemlich schwaches Argument, denn die wichtigsten Ballsportarten sind nach wie vor Fussball, wo die Amis nur Statistenrolle spielen, im Basketball ist ihre frühere absolute Dominanz verblichen, im Handball sind sie genauso unbedeutend wie im Hockey. Softball und Damenwasserball haben ungefähr die gleiche Wichtigkeit wie Tempelhupfen oder Schnurspringen.

Redwraithvienna
00
24.8.2008, 20:03
Wundert mich nicht so sehr ...

langsam muss man nicht mehr in die USA gehen um im Basketball und Eishockey gutes Geld zu verdienen. Und früher war das fast ein No na net. Und nach ein paar Jahren wurde man dann halt staatsbürger ... wobei sich das auch geändert hat.

Rod
01
24.8.2008, 18:26

Stimme Ihnen 100% zu. Meines Erachtens hätte man ca ein Viertel aller amerikanischen Dribbelstarts als Schrittfehler abpfeiffen müssen.
Schade, dass Calderon nicht gespielt hat, so lag extrem viel Last auf Rubio (Wahnsinn, was der mit 17 Jahren schon alles drauf hat!).

sixela
20
24.8.2008, 21:22

Ihr erachten ist aber nicht nur falsch, sondern auch völlig wurscht.

Rod
01
24.8.2008, 22:50

immerhin ist mein erachten so wichtig, dass sie sich zu einer antwort genötigt fühlen.

nochmal zum finalspiel: jeder der es gesehen hat und auch nur ein bisschen ahnung von basketball, schrittregeln, etc. hat, weiss, dass die beiden schiedsrichter mehr als nur ein auge bei den amis zugedrückt haben. allerdings war das sicher nicht spielentscheidend, das us-team war einfach besser und hat auch verdient gewonnen.

dr.no3
02
24.8.2008, 18:09

vor allem haben die amis eigentlich gut gespielt....und die spanier waren trotzdem dran.

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