Strippenzieher atmet durch

24. August 2008, 09:34
posten

Telekom Austria verzeichnete im ersten Halbjahr wie erwartet einen Gewinneinbruch. Für Beruhigung sorgte die Bestätigung der Gesamtjahresprognose - Von Christian Scheid

Nach den teilweise miesen Zahlen der europäischen Telekomkonzerne hatten manche Börsianer von Österreichs Strippenzieher Nummer eins nichts anderes als eine Gewinnwarnung erwartet. Diese blieb bei der Vorlage der Halbjahreszahlen allerdings aus, was für ein wenig Erleichterung sorgte.

Der Umsatz soll 2008 um fünf Prozent klettern. Angesichts des Anstiegs von 7,7 Prozent im Zeitraum Jänner bis Juni dürfte dieses Ziel locker erreicht werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll sich aufgrund des Wachstums der internationalen Tochtergesellschaften, die den niedrigeren Beitrag des schwächelnden Festnetzgeschäfts überkompensieren werden, um etwa drei Prozent erhöhen. Auch hier liegt die Telekom mit einem Plus von 2,7 Prozent zum Halbjahr in line. Wegen der angeschwollenen Verschuldung und des damit verbundenen höheren Zinsaufwands infolge des Erwerbs des weißrussischen Velcom-Konzerns sowie einer gestiegenen Aktionärsvergütung prognostiziert die Telekom für den Jahresüberschuss einen Rückgang von zwölf Prozent. Hier müssen die Wiener noch ein wenig an Boden gut machen, denn per 30. Juni ist schon ein Minus von 18,6 Prozent aufgelaufen.


Es spricht viel für einen anhaltenden Seitwärtstrend bei der Aktie. Nach wie vor intakt ist die Barriere beim in Ausgabe 09.2008 besprochenen Bonus-Zertifikat (ISIN DE000CB9UFQ8). Jedoch ist der Sicherheitsabstand mit 7,5 Prozent angesichts der Restlaufzeit von mehr als elf Monaten zu gering - mag die erzielbare Bonus-Rendite von 52,5 Prozent oder 56,3 Prozent p.a. noch so verlockend sein. Lange Zeit war dieses Bonus-Zertifikat das einzig am Markt verfügbare, da alle anderen Papiere infolge des starken Kursverfalls der Telekom-Aktie Anfang des Jahres ausgeknockt wurden.


Inzwischen haben die Emittenten nachgelegt. Für interessant erachten wir ein Zertifikat von ABN Amro mit einer Bonus-Prämie von 16,00 Euro und einer Schwelle von 9,00 Euro
(ISIN DE000AA0ZGX3). Der Sicherheitspuffer von 29,1 Prozent sollte im Hinblick auf die Restlaufzeit von zehn Monaten ausreichend sein. Die erzielbare Bonus-Rendite beträgt 13,7 Prozent bzw. 16,1 Prozent p.a. An Gewinnen des Basiswerts über 16,00 Euro hinaus partizipiert das Zertifikat voll.

 

In Kooperation mit

Ihrem gratis bestellbaren Online-Magazin für strukturierte Produkte

Share if you care.