Leuchtende Nanopartikel als Schutz gegen Produktfälschungen

24. August 2008, 09:22
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Metall-Kunststoff-Matrix soll bei Jagd nach Produktpiraten helfen - Reagiert fluoriszierend auf UV-Licht

Eine Forschergruppe des Istituto per i Materiali Compositi e Biomedici und der Universität von Salerno  hat ein Verfahren entwickelt, das den Ursprung von Industrieprodukten nachweisen und damit die immer stärker um sich greifende Markenpiraterie verhindern kann. Die Technik beruht auf den Eigenschaften von Metallen, bei UV-Bestrahlung einer bestimmten Wellenlänge mit buntem Fluoreszenzlicht zu reagieren. Ausgangspunkt ist eine Matrix aus Kunststoffen, in die Metallpartikel der Größenordnung von einem Tausendstel Millimeter eingearbeitet sind.

Kombination

"Die erzeugte Lichtfarbe hängt von der Kombination der Nanopartikel ab", erklärt Projektleiter Gianfranco Carotenuto. "Statt eines bestimmten Metalls kann auch eine Legierung aus zwei Metallen verwendet werden. Die für jedes einzelne Produkt entworfene Mischung wirkt unter Einfluss von ultraviolettem Licht wie ein unsichtbares Etikett." Die wie eine Nummernkombination bei Safes oder ein Passwort bei Computern einfach zu handhabende Schutzvorrichtung könne zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor werden. "Sie regt die Schaffung starker kommerzieller Brands an und liefert damit einen zusätzlichen Innovationsanreiz," so der italienische Wissenschaftler weiter.

Schaden

Investitionen in Neuentwicklungen würden sicherer und der durch Parallelmärkte entstehende wirtschaftliche Schaden kleiner. "Im Fall einer ungewollten Aufdeckung des eingearbeiteten Metallpartikels oder der Partikelmischung kann diese ganz einfach wie ein Passwort geändert werden. Die vor allem bei Modeartikeln genutzten Einsatzmöglichkeiten reichen dabei bis in die Mikroelektronik, Photonik und Optoelektronik." Vorstellbar sei beispielsweise der Einsatz als Filter in der Photovoltaik, um die Effizienz bei der Stromerzeugung zu erhöhen. Andere Anwendungen ergeben sich bei der Herstellung von Leuchtdioden , Photosensoren und Farbdisplays. Interessant sei auch die Verwendung in Gewächshäusern, da das Material das für das Pflanzenwachstum schädliche ultraviolette Licht blockiert und in das die Photsynthese anregende rote Licht umwandelt. (pte)

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