Australier verstecken Sohn aus Angst vor Impfung

23. August 2008, 19:38
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Ehepaar mit Baby untergetaucht - Polizei und Jugendschutz suchen sie

Sydney - Aus Angst vor einer Impfung bei ihrem zwei Tage alten Sohn ist ein australisches Ehepaar mit seinem Baby untergetaucht. Polizei und Jugendschutzbehörden seien auf der Suche nach den Flüchtigen, berichtete am Samstag der "Sydney Morning Herald". Sie wollten eine Gerichtsanordnung durchsetzen, wonach der Kleine bis Montag gegen Hepatitis B geimpft werden soll.

Dem wollen sich die Eltern zumindest vorerst widersetzen. "Wir haben einige Dinge zusammengepackt und unser Haus verlassen", sagte der Vater der Zeitung. Er wolle erst mehr Informationen über die Impfung, bevor er sie bei seinem Sohn vornehmen lasse.

"Gegen "eine Größe passt für alle'-Politik"

"Ich bin gegen die 'Eine Größe passt für alle'-Politik", sagte der Vater. Sein Sohn sei sehr klein und wiege gerade einmal zweieinhalb Kilogramm. "Sie wollen ihm die gleiche Dosis geben wie Kindern, die doppelt so schwer sind", argumentierte der Finanzberater, dessen Name nicht genannt wurde. "Ich will einfach mehr Zeit, um mehr Informationen über die Impfung zu bekommen." Die Mutter des Buben war vor mehreren Jahren an Hepatitis B erkrankt. Hepatitis B kann unter anderem zu Leberkrebs führen. (APA)

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