Höhenflug kurz vor Torschluss

23. August 2008, 16:36
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    Blanka Vlasic hatte gegen Hellebaut das Nachsehen, Silber ist aber immerhin Kroatiens erste olympische Leichtathletikmedaille.

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    Andreas Thorkildsen lässt einen fahren...

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    Tero Pitkamäki hat das Nachsehen.

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    US-Staffeln können durchaus Stäbe bis ins Ziel bringen, Jeremy Wariner macht das als Schlussmann über 4x400 m deutlich.

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    Kenenisa Bekele recht allein auf der Flur aus Tartan.

Tia Hellebaut sorgte mit Überaschungssieg im Hochsprung für das erste Gold Belgiens in Peking - Bekele dominiert Langstrecken - Thorkildsen gewinnt Speerwurf

Peking - Am letzten Tag der Leichtathletik-Stadionbewerbe der Olympischen Spiele in Peking hat es keinen weiteren Weltrekord gegeben. Für die herausragenden Leistungen im "Vogelnest" am Samstag sorgten Speerwerfer Andreas Thorkildsen und Kenenisa Bekele, der mit dem Sieg über 5.000 m wie seine äthiopische Landsfrau Tirunesh Dibaba das Langstrecken-Double gelang. Bekele und Thorkildsen stellten olympische Rekorde auf. Im Hochsprung der Frauen scheiterte Topfavoritin Blanka Vlasic an der Belgierin Tia Hellebaut, die 2,05 m im ersten Versuch schaffte.

Hellebaut, die ehemalige Siebenkämpferin, schaffte 2,05 im ersten Sprung, Vlasic erst im zweiten Versuch. An 2,07 scheiterten beide. Für die Weltmeisterin aus Kroatien war es die erste Niederlage nach 34 Siegen nacheinander. Das Unheil für Vlasic nahm seinen Lauf, als sie bei 2,05 im ersten Verschuch die Latte riss. Zuvor hatte sie alle Höhen auf Anhieb geschafft. Die 30-jährige Hellebaut übersprang die 2,05 auf Anhieb - ein neuer Landesrekord. Vlasic erhöhte auf 2,07, riss jedoch dreimal deutlich. Bronze ging an die Russin Anna Schischerowa (2,01 m). Hellebaut sorgte mit ihrem Sieg am vorletzten Wettkampftag für das erste belgische Gold bei den Spielen. 1963 hatte zuletzte ein belgischer Leichtathlet bei den Spielen gewinnen können.

Thorkildsen hielt die finnische Armada in Schach und gewann mit dem ersten 90-Meter-Wurf des Jahres die hochkarätige Speerwurfkonkurrenz überlegen. Der 26-jährige Titelverteidiger fixierte mit 90,57 m neue Bestleistung bei Olympia und ließ Ainars Kovals (LAT/86,64) und Tero Pitkämäki (FIN/86,16) deutlich hinter sich. Auf Platz vier und fünf folgten mit Tero Järvenpää und Teemu Wirkkala zwei weitere finnische Werfer.

Bekele-Doppel

Bekele, der schon über 10.000 m Gold abgeräumt hatte, gewann nach einem Tempodiktat auf den letzen drei Kilometern in starken 12:57,82 Minuten auch das 5.000-m-Rennen. Hinter dem Weltrekordhalter liefen die Kenianer Eliud Kipchoge (13:02,80) und Edwin Cheruiyot Soi (13:06,22) ein. Bernard Lagat (USA), Doppel-Weltmeister von Osaka, war wie über 1.500 m nicht in der Lage, mit der Spitze mitzuhalten, und wurde nur Neunter.

Für den 26-jährigen Bekele war es nach Gold über die lange Distanz vor vier Jahren in Athen der dritte Olympiasieg. Er ist nach dem legendären Emil Zatopek (1952 in Helsinki ), Wladimir Kuts aus der UdSSR (1956 in Melbourne), dem Finnen Lasse Viren (1976 in Montreal ) und seinem Landsmann Miruts Yifter (1980 in Moskau) der fünfte Läufer, der das olympische Langstrecken-Double schaffte.

Über 800 m der Männer triumphierte Wilfred Bungei aus Kenia in 1:44,65 Minuten. Der Olympia-Fünfte von Athen führte das Feld vom Start weg an und hatte auch noch auf Schlussgeraden, wenn auch denkbar knapp, die größten Reserven. Knapp hinter Bungei stürmten der Sudanese Ismail Ahmed Ismail (1:44,70) und Weltmeister Alfred Kirwa Yego (KEN/1:44,82) über die Ziellinie. Titelverteidiger Juri Borsakowski (RUS) war bereits im Halbfinale ausgeschieden.

In Abwesenheit der wegen Dopings suspendierten Russinnen Jelena Sobolewa und Tatjana Tomaschowa brachte das Frauen-Rennen über 1.500 m mit dem Sieg der Kenianerin Nancy Jebet Langat (4:00,23 Min.) eine Überraschungssiegerin. Die große Favoritin Maryam Yusuf Jamal aus Brunai hatte dem Schlusssprint der Konkurrenz nichts entgegenzusetzen. Hinter Langat holten die beiden Ukrainerinnen Irina Lischtschynska und Natalija Tobias die weiteren Medaillen. Weltmeisterin Jamal, eine gebürtige Äthiopierin, wurde lediglich Fünfte. Der Erfolg von Langat bedeutet das erste Olympia-Gold für Kenia über diese Distanz.

Comeback der US-Staffeln

Die Staffeln über 4 x 400 m brachten Siege für die USA. Im Damen-Rennen wetzte Sanya Richards die Scharte aus dem Einzel aus und sicherte dem US-Quartett als Schlussläuferin vor Russland und Jamaika die erfolgreiche Titelverteidigung. Bei den Männern waren die US-Läufer ebenfalls nicht zu schlagen und gewannen in olympischem Rekord überlegen vor den Bahamas und Großbritannien.

Am Sonntag bildet der Marathon der Herren den Abschluss der olympischen Leichtathletik-Bewerbe. Die USA hielten trotz ihres Sprint-Debakels bisher mit sieben Goldmedaillen vor Russland und Jamaika (je 6) knapp Platz eins der erfolgreichsten Nation. (APA/red)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 45
1 2
der Zacharias
12
24.8.2008, 14:16
Bin ich der einzige, auf den Hellebaut wie ein Mann wirkt?

Black_Humor
00
28.8.2008, 11:13
nein, da geb ich ihnen recht

schade, dass blanka nicht gewonnen hat. find ich um einiges fescher :)

Chakotay
10
24.8.2008, 01:04
USA echt 1A :-)

atreyu71273
 
11
24.8.2008, 00:25
Endlich...

... ist diese lächerliche pseudonationale Politshow vorbei.

ca ramba
00
24.8.2008, 00:09

Das Hochspringen der Damen war ein toller Bewerb, auch das Speerwerfen war spannend.

cico12
11
23.8.2008, 18:54
Blanka DU BIST DIE BESTE !!!!!!

Hol dir den golden league Jackpot und alles wird schon gut !!!!

Ava Tar
11
24.8.2008, 03:42
Krampen
00
24.8.2008, 04:22

ned schlecht.... unter den LA-daman auf platz 3 hinter elena isibaeva und lolo jones

JMZ
12
23.8.2008, 16:50
warum..

san mir nur so schlecht?????

xray -
00
23.8.2008, 23:08

wer ist "wir"?

Krampen
00
24.8.2008, 04:23

wir österreicher

Judge Sepp
00
24.8.2008, 03:03
da stoascheisser karl!!!!

Marc Antony
00
23.8.2008, 18:27
Sommer ist nichts, Winter alles

Weil die Sportförderung hierzulande v.a. in den Wintersport geht, der eine ungeheure Lobby hat.

Wenn z.B. in China Spitzenathleten in Tischtennis oder Badminton auswandern und für andere Staaten spielen, weil sie nicht berücksichtigt werden, sind das hierzulande die Alpinskifahrer. (Ich glaube, Kilian Albrecht rutscht jetzt für BUL die Hänge runter).

Ava Tar
00
24.8.2008, 03:43
Wir sind im Winter nur deshalb gut, weil die MEISTEN

nämlich: Afrikaner, Asiaten, Amerikaner => keinen Schnee haben !

Krampen
00
24.8.2008, 04:24

die amis sind aber auch gut. miller ligety usw. und bei den frauen gibts auch ein paar siegläuferinnen.

Christian S
00
23.8.2008, 18:21
Wir sind nicht schlecht!

Die Konkurrenten sind bloß alle so gut.

oxizes
02
23.8.2008, 17:43
Weil Sie

nur zu Hause vor dem Fernseher sitzen und Chips futtern.

falkenhayn
00
23.8.2008, 21:30

Und hier im Forum herummosern :-)

oxizes
00
24.8.2008, 11:42
Eben

ziehens auch die Laufschuhe an.

Gary Grantscherbn
01
23.8.2008, 17:30

da gab es doch einmal eine Hochsprungweltrekordlerin namens Ilona Gusenbauer (1,92 , wenn ich mich recht erinnere). Und eine Generation mit Gusenbauer, Janko, Käfer, Prokop, Millonig... und dann alle 15 Jahre einen Bodenmüller, eine Kiesl oder Graf.

Truhe
 
03
23.8.2008, 17:06

Weil sich selbst Leute wie die Jukic sich mit aufgeplusterten Sportfunktidioten um die Trainingsmöglichkeiten streiten muss?

Weil sich die allgemeine Sparmania sich auf alle förderbaren Bereiche erstreckt?

Weil das Sportstaatssekretariat sei Jahren abwechselnd als Abstellgleis für schwierige Dilettanten oder "Füssehochlegposten" für verdiente
Schreihälse genutzt wird?

Weil man mit 8 Millionen Einwohnern über einen kleineren Talentpool verfügt wie Staten die eher unter "Kontinent" fallen?

etc.pp.

dr.no3
32
23.8.2008, 20:07

und gehts uns schlechter weil wir keinen phelps haben dem?

eh scho schlimm genug zur zeit. die ganzen sportler die als soldaten auf staatskosten trainieren.

hab ich erwaehnt, dass ich soldaten verabscheuenswuerdig finde? also ned die armen gwds die vom staat fuer monate ihrer freiheit beraubt werden, sondern die die das zum spass machen.

Dante Alighieri
03
23.8.2008, 17:08

"Weil man mit 8 Millionen Einwohnern über einen kleineren Talentpool verfügt wie Staten die eher unter 'Kontinent' fallen?"

Da gibts aber genug positive Beispiele im Vergleich zu Österreich -- siehe Artikel ;-)

Zenga
02
23.8.2008, 23:11

wie zb Kroatien mit 4,5 mio einwohnern?

Truhe
 
01
23.8.2008, 20:02

ist eie Erklärungsmöglichkeit, ich nehme nicht in Anspruch dass sie gut ist :)

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