Ma Lin holt Herren-Gold

23. August 2008, 18:12
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4:1 gegen Wang Hao größter Erfolg des 28-Jährigen - Wang Hao zum zweiten Mal mit Silber - Auch Bronze an China durch Wang Liqin

Peking - Chinas Tischtennis-Asse haben abgeräumt. Nicht nur, dass Ping-Pong-Helden alle vier Titel holten, sie sicherten sich in den Einzel-Bewerben auch jeweils alle drei Medaillen. Wang Liqin hatte das am Samstagabend mit einem 4:0-Erfolg im Spiel um Platz drei gegen den Schweden Jörgen Persson sichergestellt. Coach Liu Guoliang jubelte, tief hatte bis dahin die Schmach von 2004 gesessen, als sich Wang Hao im Endspiel dem Südkoreaner Ryu Seung-min mit 2:4 geschlagen geben musste.

Ähnliches widerfuhr im in Peking, diesmal besiegte ihn Landsmann Ma Lin. Mit seinem 4:1-Finalerfolg holte der 28-Jährige seinen ersten ganz großen Einzel-Titel und machte sich mit nunmehr dreimal Gold gleichzeitig zum erfolgreichsten männlichen Tischtennisspieler bei Olympia überhaupt. Ma hat in Peking im Team- und Einzel-Bewerb gewonnen, 2004 war er in dem nicht mehr im Programm befindlichen Doppel erfolgreich geblieben.

Ma Lin hatte schon bei der WM 2007 in Zagreb den Titel vor Augen gehabt, hatte dann aber im Endspiel gegen Wang Liqin nach einer Führung von 3:1 in Sätzen und 7:3 in Punkten den nahen Sieg noch aus der Hand gegeben. Ma besiegte Wang Liqin am Donnerstag im Semifinale und brach nach dem Finalsieg in Tränen aus: "Dafür habe ich 20 Jahre gearbeitet." 2000 in Sydney war Ma nicht dabei gewesen, 2004 war er in Runde zwei gescheitert.

20 der seit der Olympia-Einführung 1988 vergebenen 24 Goldmedaillen gingen an China. Außer Ryu 2004 war es vor 20 Jahren die Südkoreaner Yoo Nam-kyu im Herren-Einzel sowie Yang Young-ja/Hyun Jung-hwa im Damen-Doppel sowie 1992 der Schwede Jan-Ove Waldner gelungen, in die chinesische Phalanx einzudringen. Waldner war noch 2004 38-jährig Vierter geworden, sein Landsmann Persson schaffte das gar mit 42 Jahren.

Deutschlands Herren holten mit Silber Europas einzige Medaille. Auch hier war Losglück gegeben, Österreichs Team sorgte für den zweiten vierten Platz der Europäer. (APA/red)

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    Herr der Platte: Ma Lin.

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