Massa in Valencia auf Pole

23. August 2008, 15:39
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Auch in der ersten Startreihe: Hamilton - Dahinter: Kubica und Räikkönen. Vettel holt als Sechster bestes Quali­fikations-Ergebnis

Valencia - Zuletzt war er im Mai in Monte Carlo aus der Pole Position in einen Formel-1-Grand-Prix gegangen. Die Charakteristik des zweiten europäischen Stadtkurses ist zwar eine völlig andere, dennoch entschied Felipe Massa auch das erste Qualifying in Valencia für sich. Der 27-jährige Brasilianer nimmt den Grand Prix von Europa am Sonntag (14.00 Uhr/live ORF 1, RTL und Premiere) im Ferrari aus der ersten Startposition in Angriff.

Massa bleibt im WM-Rennen

Massa verwies in 1:38,989 Minuten WM-Leader Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes, den Polen Robert Kubica im BMW-Sauber und Weltmeister Kimi Räikkönen auf die Plätze. Der Brasilianer, der seine vierte "Pole" der Saison einfuhr, hielt damit nach seinem Motorschaden vor drei Wochen in Ungarn auch das WM-Rennen offen. Derzeit fehlen dem Ferrari-Piloten acht Punkte auf Hamilton und drei auf seinen Teamkollegen Räikkönen.

Im Trainingsduell mit dem Weltmeister stellte Massa auf 9:3. "Wir haben gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind. Das Team hat in den vergangenen Tagen einen hervorragenden Job gemacht, sich auf die Strecke einzustellen", sagte der Brasilianer. Denn der 5,440 km lange Kurs im Hafengelände der Mittelmeer-Metropole, der unter anderem über eine Schwenkbrücke führt, ist für alle Beteiligten Neuland. Bis spät in die Nacht wurde an den Autos gearbeitet.

Hamilton gab sich trotz Startplatz zwei zuversichtlich. "Es ist eine gute Ausgangsposition, auch wenn uns Felipe im ersten Sektor in Grund und Boden gefahren hat", meinte der Engländer. Auf den ersten 26 Fahrsekunden hatte Hamilton bereits die entscheidenden zwei Zehntel auf die Pole-Runde von Massa verloren gehabt. Hamiltons McLaren-Teamkollege Heikki Kovalainen startet von Platz fünf, der Ungarn-Sieger dürfte aber mehr Sprit an Bord haben.

Berger-Team sensationell schnell

Eine sensationelle Performance lieferten die Toro Rossos ab. Der deutsche Jungstar Sebastian Vettel stellte das Team von Gerhard Berger neben Kovalainen auf Position sechs, erreichte damit den besten Startplatz seiner jungen Formel-1-Karriere. "Wir müssen morgen aber beide Füße auf dem Boden behalten", betonte der 21-Jährige, der schon am Freitagvormittag der Schnellste gewesen war. "Ziel für die Zukunft ist es, solche Tage zu wiederholen."

Teamkollege Sebastian Bourdais landete auf Rang zehn. Damit hatten erstmals in der Geschichte des Minardi-Nachfolgers beide Autos die finale Quali-Phase erreicht. "Das ist für Toro Rosso ein Traum. Es war eigentlich ein perfekter Tag", sagte Mitbesitzer Berger. Vettel fuhr in der ersten Quali-Session auf Platz zwei, in der zweiten bei leichtem, aber nicht entscheidenden Regen sogar Bestzeit. "Da habe ich sogar einen Moment geträumt", gestand Berger. "Die Realität hat mich aber schnell wieder eingeholt."

Die Rennstrategie sollte nicht für eine mögliche Sensation mit einem Startplatz noch weiter vorne geopfert werden. "Wir sind mit der Abstimmung hier von Anfang an sehr gut zurechtgekommen", erklärte Berger. Weniger gut als für das Zweitteam lief es für Red Bull Racing. Der Australier Mark Webber und der Schotte David Coulthard erreichten nur die Plätze 14 und 17. Auch Doppel-Weltmeister Fernando Alonso verpasste die Top Ten. Der spanische Lokalmatador fuhr nach einem kleinen Fehler auf Rang zwölf. (APA)

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    Mitten in der Stadt: Felipe Massa.

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    Die roten Bullen von Gerhard Berger fuhren ihr bestes Qualifying der Saison.

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