Nichts zu holen für Schuring/Schwarz

23. August 2008, 11:34
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Letzter Platz im Frauen-Kajak-Zweier-Finale über 500 m lässt nur für die Zukunft hoffen - Medaillen an Ungarn, Polen und Frankreich

Shunyi - Rang neun bei den Olympischen Sommerspielen lässt für die Zukunft hoffen, zumal Österreichs Flachwasser-Kanutinnen Yvonne Schuring und Viktoria Schwarz erst seit April gemeinsam paddeln. Im Finale der Kajak-Zweier über 500 m am Samstag in Shunyi landeten die Oberösterreicherinnen zwar nur an letzter Stelle, mit der Qualifikation für den Endlauf haben sie aber ihr Leistungspotenzial ausgeschöpft. Gold ging an die Ungarinnen Katalin Kovacs/Natasa Janic, auf den Plätzen landeten Polen und Frankreich.

Als letzte ÖOC-Vertreter bei Olympia in China waren Schuring/Schwarz im Einsatz und setzten einen positiven Schlusspunkt unter gute, wenn auch nicht überragende Spiele für die Alpenrepublik. "Das Ziel war das Finale, das haben wir geschafft, das ist super. Aber wir sind auch ein klein wenig traurig, dass wir Neunte geworden sind. Aber es kann nicht jede gewinnen und die anderen waren einfach schneller", musste die 23-jährige Schwarz anerkennen. Vor dem Start rissen die Damen noch ein paar Schlingpflanzen aus, die auf Bahn neun wucherten.

"Körner am Start gelassen"

Die Taktik für das Finale war ähnlich jener für das Halbfinale angesetzt. "Das ist uns auch geglückt, nur den Start haben wir nicht optimal erwischt, da haben wir ein paar Körner gelassen", erzählte die in Deutschland geborene 30-jährige Schuring. "Ansonsten sind wir mit dem Rennverlauf sehr zufrieden. Wir haben am Schluss nochmals Gas geben können, es war recht eng mit Rang sieben. Wir haben uns gut geschlagen und können froh über die Leistung sein."

Schuring und Schwarz blicken gemeinsam in die Zukunft, die Olympia-Teilnahme 2012 in London ist das Ziel. "Wir sind angesichts der kurzen Trainingszeit mit unserer Entwicklung sehr zufrieden. Für die kurze Zeit sind wir schon sehr weit mit unserer Arbeit gekommen", ist Schuring zuversichtlich, dass eine weitere Verbesserung möglich sein wird. Der österreichische Verband hatte im April den Zweier neu formiert, zu Schwarz kam Schuring anstelle von Petra Schlitzer. Nur einen Monat später wurde mit dem fünften EM-Rang der Olympia-Quotenplatz gesichert.

Eine große Überraschung gab es am letzten Kanu-Flachwassertag im Herrenrennen über 500 m, die Deutschen Ronald Rauhe/Tim Wieskötter bezogen erstmals seit Olympia in Sydney 2000 (Bronze) eine Niederlage im Kajak-Zweier bei internationalen Titelkämpfen, sie mussten sich nach Zielfoto-Entscheid mit Silber hinter den Spaniern Saul Craviotto/Carlos Perez bescheiden. (APA)

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    Yvonne Schuring: "Wir haben uns gut geschlagen und können froh über die Leistung sein." und Viktoria Schwarz (li): "Die anderen waren einfach schneller"

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