Menschenrechtsaktivisten fürchten Verfolgungswelle in Tibet und Xinjiang

23. August 2008, 11:10
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Repressalien gegen Tibeter und Uiguren erwartet

Peking - Menschenrechtsorganisationen fürchten nach dem Ende der Olympischen Spiele eine brutale Verfolgungswelle der chinesischen Sicherheitskräfte gegen Tibeter und Uiguren. In den tibetischen Gebieten Chinas gebe es weit verbreitete Hinweise auf eine post- olympische Verschärfung der Unterdrückung, warnte das Netzwerk "International Campaign for Tibet" am Samstag.

In ganz Tibet sind demnach die Klöster abgeriegelt. Im tibetischen Bezirk Ganzi der Provinz Sichuan seien bereits in den vergangenen Wochen zahlreiche Mönche, Nonnen und Zivilisten verhaftet worden. Die Tibet Initiative Deutschland warf der chinesischen Regierung vor, die olympische Idee schamlos verraten zu haben.

Verschärfte Repressalien fürchtet auch die uigurische Minderheit in der Wüstenregion Xinjiang im Nordwesten Chinas. Der Verband der Uiguren in den USA verwies auf Äußerungen von Wang Lequan, dem Parteisekretär der chinesischen KP in Xinjiang, der von einem Kampf "auf Leben und Tod" gesprochen hatte. Aus der Stadt Korla gebe es Berichte, dass sämtliche dort nicht polizeilich gemeldete Uiguren verhaftet worden seien. In der Stadt Kucha habe es vermutlich 90 Festnahmen gegeben. In Xinjiang hatte es in den vergangenen Wochen mehrere blutige Zwischenfälle mit rund 30 Toten gegeben. (APA/dpa)

 

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