Zwei Selbstmordanschläge: Auch Kinder getötet

23. August 2008, 08:51
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Mindestens neun Opfer bei Attentaten auf Polizeistationen - Bei Kämpfen rund 35 Taliban getötet

Islamabad - Die Serie terroristischer Anschläge in Pakistan reißt nicht ab: Am Samstag wurden erneut mindestens neun Menschen bei zwei Attentaten im Swat-Tal im Nordwesten des Landes ermordet. Ein Selbstmordattentäter riss vor einer Polizeistation im Gebiet von Charbagh mindestens sieben Menschen mit in den Tod. Bei einem weiteren Anschlag mutmaßlicher Taliban-Kämpfer zerstörte eine ferngezündete Bombe einen verlassenen Kontrollposten der Polizei im Bezirk Bari Kot. Dabei kamen zwei spielende Kinder ums Leben, drei weitere wurden verletzt.

Der Attentäter von Charbagh steuerte nach Angaben der Sicherheitsbehörden sein Auto direkt vor die Polizeiwache in einem geschäftigen Marktbezirk, bevor er die Bombe zündete. Die Wucht der Explosion beschädigte mehr als 40 Gebäude im Umkreis. Über 30 Menschen wurden verletzt.

Armee tötet 35 Taliban-Kämpfer

Die pakistanische Armee hat unterdessen nach eigenen Angaben rund 35 Taliban-Kämpfer im Nordwesten Pakistans getötet. "Bis zu 35 Kämpfer wurden getötet und eine große Anzahl wurde verletzt, als Sicherheitskräfte eine großangelegte Offensive gegen Aufständische im Bezirk Kabal im Swat-Tal begannen", sagte ein örtlicher Militärsprecher. Auch zwei Soldaten seien bei den Zusammenstößen getötet worden. Nach Armeeangaben zerstörten die pakistanischen Soldaten mehrere Verstecke der islamistische Aufständischen sowie ihr Hauptquartier in Kabal. "Der Einsatz wird andauern, bis alle Ziele getroffen und das Tal von Kämpfern gesäubert ist", sagte der Militärsprecher weiter.

Erst am Donnerstag waren bei verheerenden Selbstmordanschlägen vor einer Waffenfabrik im Nordwesten des Landes mindestens 78 Menschen getötet worden. Der Zustand von einigen der über 100 Verletzten war auch am Samstag weiter kritisch. (APA/dpa/AFP)

 

 

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