Argentiniens Männer-Team gewann Fußball-Finale mit 1:0 - Benfica-Legionär Di María traf in 58. Minute nach Messi-Idealzuspiel
Peking - Argentiniens Fußball-Nationalmannschaft hat am Samstag
bei den Olympischen Spielen in Peking das Männer-Fußball-Turnier
gewonnen. Lionel Messi und Co. feierten bei großer Hitze (33 Grad) im
Vogelnest-Stadion gegen Nigeria vor 89.102 Zuschauern dank eines
Treffers von Angel Di Maria - nach idealer Vorarbeit des
Barcelona-Jungstars - einen knappen 1:0-(0:0)-Finalsieg. Den "Gauchos"
gelang damit vor den Augen von Fußball-Legende Diego Maradona die
erfolgreiche Titelverteidigung und gleichzeitig die Revanche für die
2:3-Endspielniederlage von 1996 in Atlanta.
Argentinien etwas besser
Die Argentinier, die auch 2005 im U20-WM-Finale gegen Nigeria dank
eines Messi-Doppelpacks (2:1) die Oberhand behalten hatten, starteten
etwas besser in die Partie, waren aktiver und hatten auch mehr
Ballbesitz. Nach etwas mehr als 20 Minuten schliefen die harmlosen
Angriffsbemühungen des Favoriten allerdings ganz ein, kamen die
Nigerianer allmählich ins Spiel und fanden auch die ersten
Möglichkeiten vor. Odemwingies Kopfball ging drüber (24.) und ein
Obinna-Schuss landete genau in den Armen von Argentinien-Goalie Sergio
Romero (25.).
Die beste Chance auf die Führung ließ dann Kapitän Isaac aus, der nach
einer Okoronkwo-Hereingabe nicht richtig zum Schuss kam, weshalb Romero
keine Probleme hatte zu klären (34.). Unmittelbar vor der Pause kamen
schließlich auch Messi und Co. noch zur ersten Chance: Di Marias
Gewaltschuss wurde aber von Nigeria-Schlussmann Ambruse Vanzekin zur
Ecke pariert (45.).
Mehr Tempo nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie trotz der hohen Temperaturen an
Fahrt auf und Barcelona-Jungstar Lionel Messi spielte sich in den
Vordergrund. Zuerst fand der argentinische Stürmer mit einem Weitschuss
in Vanzekin seinen Meister (50.), dann spielte der 21-Jährige ideal für
Angel Di Maria in den Lauf und sorgte damit für den Assist zum 1:0. Der
Benfica-Lissabon-Mittelfeldspieler hatte folglich keine Probleme den
Ball mit einem Heber über den völlig unmotiviert aus dem Tor laufenden
Nigeria-Goalie in die Maschen zu setzen (58.).
In der Schlussphase drängten die "Super Eagles" vehement auf den
Ausgleich, blieben aber unbelohnt. Anichebe deutete nach seiner
Einwechslung bereits mit seiner ersten Ballberührung seine
Gefährlichkeit an, Argentiniens Abwehrreihe konnte aber zur Ecke klären
(65.). Dazu fuhren mit Ekpo und Odewingie gleich zwei Spieler an einer
Idealflanke vorbei (74.) und schoss Keita knapp über das Tor (79.). Die
letzte Chance ließ abermals Anichebe aus, der nach einem Obinna-Zuspiel
an Argentinien-Goalie Romero scheiterte (84.). (APA)
Finale am Samstag in Peking:
Nigeria - Argentinien 0:1 Vogelnest-Stadion, 89.102 Zuschauer, SR Viktor Kassai/HUN.
Tor:
0:1 (58.) Di Maria
Nigeria: Vanzekin - Adefemi, Apam, Adeleye, Okonkwo - Kaita, Isaac
(70. Ekpo), Ajilore - Onkoronkwo (64. Anichebe), Obinna, Odemwingie
Argentinien: Romero - Zabaleta, Pareja, Garay, Monzon - Gago,
Mascherano - Messi (93. Lavezzi), Riquelme, Di Maria (88. Banega) -
Aguero (79. Sosa)
Gelbe Karten: Obinna, Apam bzw. Di Maria, Monzon, Riquelme