Südossetien will geflohene Georgier nicht zurückkehren lassen

22. August 2008, 17:17
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Präsident Kokoiti: "Als die georgische Offensive begann, haben sie sich gegenseitig gratuliert."

Igojeti - Aus Südossetien geflohene Georgier dürfen offenbar nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren. Dies deutete der Präsident der abtrünnigen georgischen Region, Eduard Kokoiti, am Freitag im Interview der Nachrichtenagentur AP an. Er verwies darauf, dass ethnische Osseten nach einem früheren Regionalkonflikt ihrerseits von Georgien ferngehalten worden seien. Zudem hätten die meisten Georgier ohnehin kein Zuhause mehr in Südossetien.

Die meisten georgischen Ortschaften um die südossetische Hauptstadt Zchinwali wurden im Zuge des Konflikts niedergebrannt und ausgeplündert - auch noch nach Ende der bewaffneten Auseinandersetzung. Kokoiti warf den ethnischen Georgiern vor, auf Seiten der georgischen Truppen gekämpft und für diese spioniert zu haben. "Sie haben auf Friedenstruppen und Osseten geschossen", erklärte Kokoiti. "Und als die georgische Offensive begann, haben sie sich gegenseitig gratuliert. (APA/AP)"

 

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