"Mega Music" könnte zu laut sein

22. August 2008, 16:26
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Spielzeug von Fast-Food-Kette könnte laut deutscher Untersuchung über 100 Dezibel betragen - McDonalds sieht keine Gefährdung durch Gratis-Menübeigabe

Wien - Ein Musikspielzeug der Fast-Food-Kette McDonald's könnte für Kinderohren zu laut sein: Nach Untersuchungen der Aachener Hochschule RWTH seien die gemessenen Dezibelwerte der Geräte, die wie Handys aussehen und Musik-Hits spielen, "erschreckend hoch", bestätigte Gottfried Behler vom Akustischen Institut der Rheinisch-Westfälischen Hochschule in einem Bericht der "Rheinischen Post". Bei McDonald's sieht man keine Gefährdung durch die "Mega Music"-Spielzeuge.

Direkt ans Ohr gehalten über 100 DB

Bei Tests der RWTH hatten die Plastikgeräte direkt ans Ohr gehalten einen Dauerpegel von mehr als 100 Dezibel und einzelne Spitzenwerte von bis zu 112 Dezibel erreicht. Laut der Wirtschaftskammer Österreich liegt der Höchstwert nach der europäischen Norm EN71/1 für "Ohr nahes Spielzeug" bei 80 Dezibel.

Bei McDonald´s zwischen 64 und 79 DB

Bei den von McDonald's beauftragten Untersuchungen lagen die Werte zwischen 64 und 79 Dezibel, berichtete McDonald's Austria-Sprecherin Barbara Taussig . "Alle unsere 'Happy Meal'-Beigaben werden nach strengsten Bedingungen von einem unabhängigen internationalen Prüflabor geprüft", so Taussig. Man habe bereits Kontakt zu dem Aachener Institut aufgenommen, um zu klären, wie es zu den unterschiedlichen Werten kommen konnte.

Lautstärke nicht regulierbar

Behler sah die Spielzeuge als "potenzielle Gefahr": "Wer sich verantwortlich fühlt für das, was er verteilt, der sollte ein derartiges Spielzeug aus dem Verkehr ziehen". Da die Gratis-Menübeigabe wie Handys aussehen, würden sie Kinder dazu einladen, sie sich direkt ans Ohr zu halten. Die Lautstärke lasse sich nicht regulieren.

Seit August im Umlauf

"Mega Music"-Spielzeuge werden seit dem 8. August 2008 in Deutschland und Österreich ausgegeben. Die Beigaben der "Happy Meals" wechseln laut Taussig ungefähr im Sechs- bis Achtwochenrhythmus. (APA/dpa)

 

  • "Klären, wie es zu unterschiedlichen Werten kommt", McDonald´s Communication Managerin Barbara Taussig
    foto: mcdonald´s

    "Klären, wie es zu unterschiedlichen Werten kommt", McDonald´s Communication Managerin Barbara Taussig

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