Fast 1.000 Kinder in Italien Opfer von Menschenhandel

22. August 2008, 15:27
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Minderjährige in Prostitution und Sklavenarbeit gezwungen

Rom - Fast tausend minderjährige Opfer von Menschenhandel sind nach Angaben unabhängiger Beobachter in den vergangenen Jahren in Italien in Prostitution und Sklavenarbeit ausgebeutet worden. Zwischen den Jahren 2000 und 2007 seien insgesamt knapp 55.000 Opfer von Menschenhandel in Italien betreut worden, unter ihnen 938 Minderjährige, wie das italienische Büro der Nichtregierungsorganisation Save the Children am Freitag in Rom unter Berufung auf offizielle Angaben mitteilte.

Nach Schätzungen von Save the Children dürfte jedoch die Dunkelziffer der Menschenhandelsopfer viel höher liegen. Viele erhielten bisher keinerlei Schutz oder Hilfe.

Die Mehrheit der minderjährigen Opfer von Menschenhandel stammt laut Save the Children aus osteuropäischen Ländern wie Rumänien oder Moldawien, aber auch aus Afrika und Asien. Kinder aus Osteuropa und Nigeria werden demnach oft in die Prostitution gezwungen, viele müssten bis zu 50.000 Euro zahlen um sich freizukaufen. Andere Kinder und Heranwachsende würden zum Betteln gezwungen oder müssten bei "lächerlicher Bezahlung" schwere Arbeiten vor allem in der Landwirtschaft verrichten. Unter 14 Jahren alte Kinder würden für Verbrechen missbraucht, weil sie noch nicht strafmündig seien. So seien Kinder aus Gabun und dem Senegal zum Drogenhandel gezwungen worden, erklärte Save the Children. (APA/AFP)

 

  • Die Mehrheit der minderjährigen Opfer von Menschenhandel stammt laus osteuropäischen Ländern wie Rumänien oder
Moldawien, aber auch aus Afrika und Asien.
    standard/heribert corn

    Die Mehrheit der minderjährigen Opfer von Menschenhandel stammt laus osteuropäischen Ländern wie Rumänien oder Moldawien, aber auch aus Afrika und Asien.

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