Air France will nur einen Teil, sibirische S7 interessiert

22. August 2008, 09:48
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Spannung vor Endes des Bietereverfahrens am Sonn­tag: Air France-KLM prüft eine mögliche Über­nahme eines Teils der AUA, unter den Interes­senten soll auch die sibirische S7 sein

Wien - Noch bis zum Sonntag läuft das Bieterverfahren, bei dem interessierte Airlines ein unverbindliches Angebot für eine Beteiligung an der AUA abgeben können. Über die bereits eingelangten Interessenbekundungen herrscht offiziell Stillschweigen. Nach Informationen des "Kurier" (Freitagausgabe) sollen aber vier Airlines im Rennen um die AUA dabei sein. Neben den bereits oft genannten Airlines Lufthansa, Air France-KLM und Air China findet sich auf der Liste auch überraschend die sibirische Airline S7.

Die aus der mittlerweile privatisierten einst staatlichen Fluggesellschaft Sibir hervorgegangene Airline ist heute die größte russische Inlandsfluggesellschaft. Im Vorjahr beförderte die Fluglinie 5,7 Millionen Passagiere und flog knapp 80 Mio. Euro Gewinn ein. S7 expandiert stark und hat 50 neue Flugzeuge bei Airbus und Boeing bestellt. Zu den westlichen Kooperationspartnern der S7 gehört auch die Austrian Airlines-Gruppe. Als Partner könnte sie der AUA den riesigen russischen Markt erschließen sowie Wien als Drehkreuz (Hub) Richtung Westen aufbauen.

Air France will nur einen Teil

Die Fluggesellschaft Air France-KLM prüft indes einem Zeitungsbericht zufolge eine mögliche Übernahme eines Teils der Austrian Airlines. Dazu habe die Airline die Bank Lazard angeheuert, berichtet die Zeitung "Les Echos" im Voraus aus ihrer Freitagausgabe. Die französisch-niederländische Fluggesellschaft und andere Bieter haben bis Sonntag Zeit, um Ihr Interesse offiziell zu bekunden. Air France KLM wollte den Bericht zunächst nicht kommentieren.

In der vergangenen Woche hatte Turkish Airlines mitgeteilt, eine strategische Partnerschaft mit der zum Verkauf stehenden österreichischen Wettbewerberin zu erwägen.

Die österreichische Regierung hatte vor kurzem den Startschuss für die Privatisierung der angeschlagenen Airline gegeben. Laut dem Privatisierungsauftrag soll jedoch eine Sperrminorität (25,1 Prozent) in österreichischer Hand verbleiben. Als mögliche Interessenten gelten auch die Deutsche Lufthansa und die russische Aeroflot. Der Verkauf soll bis spätestens Ende 2008 über die Bühne gehen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der AUA-Aufsichtsrat die Lufthansa als Käufer bevorzugt. Mit der deutschen Luftlinie arbeitet die AUA nämlich bereits in der Luftfahrtallianz "Star Alliance" eng zusammen. (APA)

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Stillschweigen. Vier Airlines sollen im Rennen um die AUA sein. Neben den bereits oft genannten 
Airlines Lufthansa, Air France-KLM und Air China findet sich auf der Liste auch 
überraschend die sibirische Airline S7.
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    Über die bereits eingelangten Interessenbekundungen herrscht offiziell Stillschweigen. Vier Airlines sollen im Rennen um die AUA sein. Neben den bereits oft genannten Airlines Lufthansa, Air France-KLM und Air China findet sich auf der Liste auch überraschend die sibirische Airline S7.

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