Berliner Kino in virtueller Onlinewelt eröffnet

22. August 2008, 08:43
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Twinity soll internationale Metropolen maßstabsgetreu nachbilden - Verknüpfung von realer und virtueller Welt

Die sich derzeit noch in einer Beta-Testphase befindende 3D-Onlinewelt Twinity  ist ab sofort um eine Attraktion reicher. Wie die verantwortliche Betreibergesellschaft Metaversum mitteilt, hat die CineStar-Gruppe soeben das erste virtuelle Kino in der digitalen Welt eröffnet. Kinofans aus aller Welt können ab sofort das CineStar CUBIX am Alexanderplatz auch virtuell besuchen und dort auf Bonusmaterial, Trailer und Flashgames zu Kinofilmen zugreifen. Die aktuelle Eröffnung stellt dabei aber lediglich einen Vorgeschmack hinsichtlich der weiteren Entwicklung der 3D-Welt dar.

Pläne

So plant Metaversum in Kürze den Start eines maßstabsgetreuen virtuellen Gesamtabbilds von Berlin, in dem sich die User in Form von Avataren frei bewegen können. Nach dem Start in Berlin sollen dann nach und nach auch weitere internationale Metropolen in die virtuelle 3D-Welt integriert werden. "Twinity ist eine internationale 3D-Onlinewelt, die Metropolen dieser Erde maßstabsgetreu nachbaut und virtuell bewohnbar macht", erklärt Norbert Richard Meinike, Head of Marketing bei Metaversum, im Gespräch mit pressetext. Dahinter stehe die Vision, die reale mit der virtuellen Welt eng zu verknüpfen. Dies sei auch der größte Unterschied zu Online-Welten à la Second Life, das sich von seinem Ansatz her weitaus stärker an einer Fantasiewelt orientiere.

Möglichkeiten

"Twinity bietet jedem Internetnutzer die Möglichkeit, mit seinem persönlichen Avatar reale Städte virtuell zu erleben, das eigene Heim in 3D überall auf der Welt zu verwirklichen und gemeinsam mit Freunden zu kommunizieren, zu arbeiten oder ganz einfach Spaß zu haben", fasst Meinike zusammen. Erste Bereiche von Berlin seien bereits jetzt zugänglich. "Weitere Bereiche der Stadt werden nach und nach freigeschaltet", meint Meinike. Die aktuelle Kooperation mit CineStar spiegle die eigene Vision von Twinity sehr gut wider. "Durch attraktive Entertainment-Inhalte, die in Twinity gemeinsam mit Gleichgesinnten erlebt werden können, wird das reale Kinoerlebnis um eine neue Dimension erweitert", betont Mirko Caspar, CMO bei Metaversum. "Soziale Interaktion und gemeinsames Erleben sind wichtige Faktoren für das Kinoerlebnis", ergänzt Stephan Lehmann, Managing Director Marketing & Merchandise bei CineStar.

Veränderung

Das durch zunehmende Internetnutzung veränderte Freizeitverhalten der jüngeren Zielgruppen komme in diesem Fall der Institution Kino zugute. "In Twinity ergeben sich gänzlich neue Möglichkeiten für eine zielgruppenspezifische Ansprache, die häufig bemühte Konvergenz erfährt hier eine neue Dimension", merkt Lehmann an. Das Geschäftsmodell von Twinity beruht auf drei Säulen: Mitgliedschaftsgebühren, Handel mit virtuellen Gütern und Immobilien sowie virtuelle Werbung. "Wir bieten einen kostenlosen Basic- und einen kostenpflichtigen Premium-Account an. Geschäftskunden haben zudem die Möglichkeit, eine sogenannte Commerce-Partnerschaft mit uns einzugehen", erläutert Meinike. Die endgültigen Preise würden in Kürze folgen. Die Art des Accounts bestimmt dann beispielsweise, ob ein Nutzer in Twinity eine Immobilie nur mieten oder auch kaufen kann. "Commerce-Partner können aber auch ihren eigenen virtuellen Online-Shop eröffnen und dort mit Waren handeln. Darüber hinaus können Unternehmen auch virtuelle Städtewerbung in Twinity schalten", so Meinike. (pte)

  • Reales Kino im virtuellen Raum: Eine neue Attraktion in "Twincity"
    grafik: hersteller

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