Wahlkampfbüros McCains erhielten Briefe mit weißem Pulver

22. August 2008, 06:27
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Mitarbeiter wurden in Krankenhäusern untersucht - Schreiben war an Präsidentschaftsbewerber persönlich gerichtet

Washington - In zwei Wahlkampfbüros des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten John McCain sind Drohbriefe mit einem weißen Pulver eingegangen. Die Mitarbeiter der Büros in Denver und Manchester seien zur Untersuchung in Krankenhäuser gebracht worden, sagte ein Sprecher McCains am Donnerstag (Ortszeit). Die Mitarbeiter aller Büros McCains seien zu höchster Vorsicht aufgerufen worden. Informationen über Verletzte lagen nicht vor. Die US-Behörden bestätigten den Eingang der Briefe. Experten untersuchten die Briefe sowie die beiden Büros auf giftige Substanzen.

Weißes Pulver wird untersucht

Die Briefe seien am Donnerstag in den Büros in Centennial, einem Vorort der Stadt Denver im US-Bundesstaat Colorado, sowie in Manchester im US-Bundesstaat New Hampshire eingegangen, sagte McCain-Sprecher Jeff Sadosky dem Fernsehsender Fox News. Die Briefe hätten Drohungen sowie ein weißes Pulver enthalten. Die Gebäude werden demnach von Experten für Giftstoffe untersucht. Die Mitarbeiter aller Büros McCains seien zu höchster Vorsicht aufgerufen worden, sagte Sadosky. Laut Fox News befanden sich zwischen fünf und 25 Mitarbeiter in dem Büro in Centennial, als der Brief eintraf. Wie viele Menschen sich in dem Büro in Manchester befanden, ist unklar. Berichte über Verletzte gab es nicht.

Schreiben war an MCCain persönlich gerichtet

Die Briefe seien per Hand geschrieben worden und hätten sich an McCain persönlich gerichtet, sagte Sadosky dem Fernsehsender CNN. Demnach waren beide Briefe mit Absendeadressen in Denver beschriftet. In der Stadt findet am Wochenende der Wahlparteitag der US-Demokraten statt.

Die Drohung in dem an das Büro in Denver gesendete Brief habe sich auf das weiße Pulver in dem Umschlag bezogen, sagte ein Sprecher des US-Sicherheitsdiensts Secret Service. Die Polizei in Colorado teilte mit, das weiße Pulver aus dem Umschlag werde auf giftige Substanzen untersucht. Bisher handle es sich um einen Routineeinsatz, sagte eine Sprecherin des FBI.

Arsen-Alarm

In den USA waren nach den Anschlägen vom 11. September 2001 fünf Menschen durch Briefe getötet worden, die Milzbrand-Erreger in Form von weißem Pulver enthielten. Trittbrettfahrer hatten daraufhin überall auf der Welt verdächtige Briefe mit weißem Pulver verschickt, die sich aber als harmlos erwiesen. In jüngster Zeit machten die Angriffe in den USA erneut Schlagzeilen, nachdem der Wissenschaftler Selbstmord begangen hatte, der dafür verantwortlich gewesen sein soll. (APA)

 

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