Hamas-Führer lehnt Friedensgespräche mit Israel ab

23. August 2008, 18:16
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Ismail Haniyeh: "Befreiung nur durch Blut, Widerstand und Märtyrertum"

Gaza -  Der palästinensische Hamas-Führer Ismail Haniyeh hat am Donnerstag in Gaza erneut Friedensgespräche mit Israel abgelehnt. Die "Befreiung Jerusalems und der Al-Aksa-Moschee" könne nur durch einen "heiligen Krieg, Blut, Widerstand und Märtyrertum" und nicht durch "absurde Friedensgespräche" erreicht werden, sagte der ehemalige palästinensische Ministerpräsident, dessen Organisation den Gaza-Streifen kontrolliert.

Zuvor hatte die israelische Außenministerin Tzipi Livni in Jerusalem klargestellt, dass ein Friedensabkommen erst umgesetzt werde, wenn die moderaten Palästinenser um Präsident Mahmoud Abbas die Kontrolle über den Gaza-Streifen zurückgewonnen hätten. Die durch ägyptische Vermittlung vereinbarte Waffenruhe für den Gaza-Streifen betrachtet die Hamas-Führung nach den Worten ihres Politbüro-Chefs Khaled Mashaal als "nützliche Pause". Jordanien führt nach jüngsten Presseberichten Geheimverhandlungen mit der Hamas. Damit leistet die Regierung in Amman offenbar einer Forderung der islamistischen Kräfte im Land Folge. (APA/dpa)

 

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