Ein bunter Haufen kämpft für Molterer

21. August 2008, 15:24
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25 prominente Köpfe kämpfen für Wilhelm Molterer - Nur er kommt für die Initiative "Qualität für Östererich" als Kanzler in Frage.

Es ist ein bunter Haufen aus allen Bereichen der Gesellschaft, der sich im achten Stock des DO&CO Restaurants am Wiener Stephansplatz zusammengefunden hat, um die Initiative „Qualität für Österreich" vorzustellen, die für Wilhelm Molterer als neuen Kanzler kämpft. Eine der seltenen Gelegenheiten, bei denen Persönlichkeiten wie der im dunklen Anzug gekleidete ehemalige Landesschulratchef Bernd Schilcher mit Künstler Ernst Friedrich, der mit grün-rosa-blau gefärbtem Bart auffiel, für Fotos enger zusammenrücken. Bekannte Gesichter wie Ex-EU Kommissar Franz Fischler, der ehemalige Direktor des Tiergarten Schönbrunn, Helmut Pechlaner oder der Ehemann der verstorbenen Innenministerin Gunnar Prokop haben sich zusammengefunden, um für eine „neue Qualität in der österreichischen Politik" und für „ihren Willi Molterer" zu kämpfen.

Eng zusammenrücken

Bei all den lächelnden Gesichtern fiel im engen Glaspalast hunderte Meter über dem Stephansplatz kaum auf, dass nur neun der 25 Gründungsmitglieder tatsächlich erschienen waren. „Aus Urlaubsgründen", entschuldigt Leiter Franz Fischler seine Kollegen. Neben anderen prominenten Gesichtern wie Ärztekammer-Präsident Walter Dorner und Opernball-Chefin Desiree Treichl-Stürgkh fehlte auch die Person, um die es eigentlich ging - nämlich ÖVP-Spitzenkandidat Wilhelm Molterer selbst.

Molterer immun gegen „Haxelbeißerei"

Für den ehemaligen Zoodirektor Helmut Pechlaner kommt nur Wilhelm Molterer als neuer Kanzler in Frage, „weil er politische Kompetenz, Ehrlichkeit und Durchsetzungsvermögen" besitzt. Im Gespräch mit derStandard.at verrät der promovierte Tierarzt, dass er in Molterer einen der seltenen Politiker gefunden hat, der „diese ganze politische Haxelbeißerei, die ich nicht überleben würde, tatsächlich aushält". Pechlaner selbst war in der Vergangenheit zwar schon oft von anderen Parteien - die er nicht nennen will - gefragt worden, ob er in die Politik einsteigen wolle. Aber als ein Mensch, der unberechtigte Kritik nicht vertragen würde, könne mit dem Politikergeschäft nichts anfangen, meint Pechlaner.

Gegen „italienische Verhältnisse"

Deshalb ist die Initative für Pechlaner genau die richtige Organisation, um gegen das "Chaos" und die „italienischen Verhältnisse" in der österreichischen Politik zu kämpfen. Nur mit einer Person wie Molterer an der Spitze könne konstruktive Regierungsarbeit geleistet werden. Über den Spitzenkandidaten der SPÖ will sich der ehemalige Zoodirektor nicht äußern, da „Faymann für mich ein unbeschriebenes Blatt ist", erzählt er.Schließlich unterzeichneten alle Anwesenden des Personenkomittes nach der Vorstellungsrunde das Herzstück der Initiative: Die "Öffentliche Erklärung", in der von einer neuen Bundesregierung eine "neue Qualität" der Politik und eine Rückbesinnung auf politische Grundwerte verlangt wird. Leiter Franz Fischler lädt jeden Österreicher ein, die Erklärung ebenfalls zu unterzeichnen, um damit Molterer als Bundeskanzler einzutreten. Denn: „Österreich braucht keine Politiker, die auf medialen Zuruf handeln". (derStandard.at/ Martina Powell, 21.8.2008)

  • Im obersten Stock des DO&CO Restaurants am Wiener Stephansplatz präsentiert Leiter Franz Fischler stolz die Gründungsmitglieder der Initaitive "Qualität für Österreich".

    Im obersten Stock des DO&CO Restaurants am Wiener Stephansplatz präsentiert Leiter Franz Fischler stolz die Gründungsmitglieder der Initaitive "Qualität für Österreich".

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