Hacker telefonierte auf Kosten der US-Behörde für Heimatsicherheit

21. August 2008, 08:28
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Hat Ferngespräche für rund 12.000 Dollar geführt - Methode bereits vor mehr als zehn Jahren beliebt gewesen

Ein Hacker ist in das Telefonsystem der US-Behörde für Heimatsicherheit eingedrungen hat für rund 12.000 Dollar (8.150 Euro) Ferngespräche in den Mittleren Osten und nach Asien geführt. Wie die Katastrophenschutzbehörde (FEMA) am Mittwoch in Washington mitteilte, rief der Hacker am Wochenende über das Voicemail-System mehr als 400 Mal in Ländern wie Afghanistan, Saudi-Arabien, Indien und dem Jemen an. Die meisten Gespräche dauerten etwa drei Minuten, manche bis zu zehn Minuten, wie FEMA-Sprecher Tom Oshanski sagte.

Abgedreht

Die Telefongesellschaft entdeckte den Betrug schließlich und kappte die Verbindung für Ferngespräche vom FEMA-Trainingszentrum in Emmitsburg, Maryland. Das Voicemail-System wurde erst kürzlich installiert. Diese Art des Hackens sei relativ primitiv und "alte Schule", erklärte Jack Johnson, ein Sicherheitsberater. Vor zehn bis 15 Jahren sei die Methode weit verbreitet gewesen, inzwischen seien die Sicherheitsvorkehrungen aber verbessert worden. "In diesem Fall ist es ein wenig peinlich, dass es der FEMA selbst passiert ist", sagte Johnson. Die FEMA gehört zur Behörde für Heimatsicherheit, die 2003 vor genau solchen Hackerangriffen warnte. (APA)

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