Felderer warnt vor teuren Wahlversprechen

21. August 2008, 07:51
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Bitterer Nachgeschmack der Wahlzuckerl - Umsetzung kostet natürlich Geld und schlussendlich bezahlt der Steuerzahler

Wirtschaftsforscher Bernhard Felderer hat neuerlich vor teuren Wahlzuckerln gewarnt. Die Ausgaben für Wahlversprechen würden die angestrebte Steuerreform in der Höhe von etwa drei Milliarden Euro gefährden, sagte der Chef des Instituts für Höhere Studien (IHS) im Ö1-Morgenjournal am Donnerstag. Derzeit liegen die Vorschläge der Parteien zwischen vier und fünf Milliarden Euro. Jede zusätzliche, nicht in der Steuerreform unterzubringende Ausgabe führe zu einer Verminderung des Volumens der Steuerreform, weil man eben nicht beides machen könne, "nämlich die Steuern senken und die Ausgaben erhöhen."

Die Situation vor der Nationalratswahl im September sei darüber hinaus noch brisanter als sonst, "weil wir eine Steuerreform planen, für die wir bisher nicht vorgesorgt haben". "Wir müssen schauen, dass wir die Steuerreform prioritär vor allen anderen Anliegen durchbringen", so der Wirtschaftsforscher. Auf die Frage, wer das dann alles zahlt, antwortet Felderer: "Letzten Endes zahlt alles der Steuerzahler." (APA)
  • Wirtschaftsforscher Bernhard Felderer: Teure Wahlzuckerl könnten Steuerreform gefährden.
    Foto: APA-FOTO: BARBARA GINDL

    Wirtschaftsforscher Bernhard Felderer: Teure Wahlzuckerl könnten Steuerreform gefährden.

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