Rettet Österreich ohne "Spitzenkandidat"

  • "Rettet Österreich" will in den Nationalrat.
    foto: apa/gindl

    "Rettet Österreich" will in den Nationalrat.

Bürgerinitiative geht als "RETTÖ" ins Rennen - Wilfried Auerbach als Listenerster - EU und Gentechnik-Verbot als Themen

Wien (APA) - Die Bürgerinitiative "Rettet Österreich" (RETTÖ) will ohne echten Spitzenkandidaten bei der Nationalratswahl antreten. Als Listenersten stellten die Initiatoren bei einer Pressekonferenz am Donnerstag Parteigründer Wilfried Auerbach vor. Der gab als Wahlziel an, zumindest die Vier-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament zu schaffen. Eine Koalition wolle man mit keiner Partei, sondern lieber Opposition betreiben, so Auerbach.

"Einen Spitzenkandidaten haben wir als Bürgerbewegung nicht", so der de facto Spitzenkandidat Auerbach. "Wir wollen nicht Personen verkaufen, sondern Themen hinüberbringen." Auerbach argumentierte seine Qualifikation als Kandidat für den Nationalrat mit seiner Erfahrung im Leistungssport. Eine endgültige Liste wollte "Rettet Österreich" noch nicht vorstellen. Da man erst Tags zuvor Gewissheit über das Antreten gehabt hatte, sei man noch nicht so weit.

Nix ist fix

Auch bei den Themen, die "Rettet Österreich" im Wahlkampf anschneiden will, ist man noch nicht so ganz sattelfest. Zur Steuerreform habe man sich noch nichts Konkretes überlegt. "Als Bürgerbewegung wollen wir ganz sicher nichts versprechen, was wir nicht halten können", so Auerbach. Kernthema werde wenig überraschend der Kampf gegen eine angebliche Bevormundung Österreichs durch die EU sein. Dabei setzt "Rettet Österreich" weiter auf eine Volksabstimmung zum Reformvertrag. Zweites Thema: "Die Verhinderung der Gentechnik."

Das Wahlkampfbudget von "Rettet Österreich" betrage "weit unter einer Million Euro", hieß es. Aber: "Wir arbeiten daran, dass es mehr wird. Vereinnahmen wolle man sich aber nicht lassen. Auerbach: "Wir legen wert auf unsere Unabhängigkeit." Eine Zusammenarbeit mit anderen Parteien will Auerbach deshalb nicht, weil diese bisher "grottenschlechte" Arbeit geleistet hätten. (APA)

 

 

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