ORF-Betriebsratschef rät: Onlinedirektor einsparen

20. August 2008, 18:01
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ORF lässt Roland Berger Synergien und Sparpotenzial zwischen Onlinetochter und Onlinedirektion suchen - "Rausgeschmissenes Geld", sagt ORF-Redakteurratschef Fritz Wendl

Der ORF lässt Roland Berger Synergien und Sparpotenzial zwischen Onlinetochter und Onlinedirektion suchen. "Rausgeschmissenes Geld", sagt ORF-Redakteurratschef Fritz Wendl, zwei interne Studien analysierten das längst. Betriebsratschef Gerhard Moser rät im Gespräch mit dem STANDARD, zunächst den Onlinedirektor (Thomas Prantner) und seine zwei Hauptabteilungsleiter einzusparen - bei nur 25 Mann in der ganzen Direktion ein ORF-Rekord. Davon sollen laut ORF-Plan zudem mit Jahresende sieben Dienstverhältnisse nicht verlängert werden. Moser wartet gespannt, ob auch Roland Berger rät, den Direktor einzusparen, und appelliert entsprechend an den dafür zuständigen Stiftungsrat des ORF.

Zwei interne Studien analysieren Teletext und Online detailreicher, als es externe Berater könnten, argumentiert Wendl. Und: Einen Gutteil der Inhalte von ORF.at liefern Redaktionen aus dem übrigen ORF zu, die offenbar vom Prüfauftrag an den Berater nicht erfasst seien. 350.000 Euro Mehrkosten bedeutete laut einer der internen Studien, allein die Mitarbeiter des Teletext in den ORF zu verlegen, der geringere Teil dieser ORF-Tocher. Nicht einigen konnte sich die interne Arbeitsgruppe über Online übrigens, ob der Vorschlag, die Onlinedirektion aufzulösen, zu ihrem Untersuchungsauftrag gehört. Ihr gehörte Onlinedirektor Thomas Prantner an. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 21.8.2008)

 

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