Raubüberfälle haben sich seit 2001 verdoppelt

20. August 2008, 16:23
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Zunahme in allen Bereichen von Gewaltdelikten - Einen starken Anstieg verzeichnet das Bundeskriminalamt bei Fälschungen von Geld

Wien - Betrachtet man die Kriminalstatistik der vergangenen sieben Jahre, ist die Zahl der Delikte in allen Bereichen stetig gestiegen. Vor allem bei Raubüberfällen und Geldfälschungen gab es laut den Daten des Bundeskriminalamts (BK) enorme Zunahmen. Im Vergleich zu 2001 haben sich die Raubzahlen bis 2007 von 2.342 auf 4.466 Fälle nahezu verdoppelt. Vor acht Jahren wurden die Delikte noch nicht elektronisch erfasst. Im Jahr 2002 kam es laut dem BK zur Umstellung und dabei bereits zu einem deutlichen Anstieg auf über 3.000 Fälle, im darauffolgenden Jahr wurde erstmals die 4.000er Grenze überschritten.

Insgesamt verzeichnet der Bereich der Delikte gegen fremdes Vermögen, der neben Überfällen auch Diebstähle und Einbrüche erfasst, ein leichtes Plus von rund einem Zehntel. Von Jänner bis Juli 2008 gab es vor allem beim Raub in Öffis einen enormen Anstieg um rund 50 Prozent. Auch Einbrüche haben seit 2001 um knapp ein Viertel zugenommen.

Starker Anstieg von Fälschungen

Den stärksten Anstieg verzeichnete das Bundeskriminalamt bei strafbaren Handlungen im Geldverkehr - sprich Fälschungen. 1.949 Delikten im Jahr 2001 und 6.006 Fällen im Jahr 2003 standen 2007 11.896 Anzeigen gegenüber. Die meisten Vergehen (17.444) gab es in diesem Zeitraum allerdings im Jahr 2004, danach kam es zu einer kontinuierlichen Abnahme.

Insgesamt gab es in allen Bereichen einen merkbaren Anstieg. Nur leicht haben Delikte gegen Leib und Leben wie Mordfälle und Körperverletzungen zugenommen. Nach 80.247 Fällen im Jahr 2001, gab es im vergangenen Jahr 87.743 Anzeigen. Um rund 4.000 Delikte haben seit 2001 Entführungen, Nötigung bzw. ähnliche Delikte zugenommen. Vor allem der 2006 eingeführte Stalking-Strafbestand dürfte zu einem Anstieg geführt haben: 18.561 Fällen im Jahr 2007, standen im Jahr zuvor noch lediglich 15.524 gegenüber.

Mehr Anzeigen wegen Sittlichkeitsverbrechen

Ein Anstieg wurde auch bei Sittlichkeitsverbrechen (Missbrauch, Vergewaltigung, Zuhälterei etc.) registriert. Im Jahr 2001 gab es 3.469 Fälle, im vergangenen Jahr waren es 4.037. Bei strafrechtlichen Nebengesetzen, die unter anderem Suchtmittel und Waffen betreffen, bemerkte das Bundeskriminalamt eine Zunahme um knapp die Hälfte. 2007 hatten es die Beamten mit 32.087 Vergehen zu tun, sieben Jahre zuvor waren es nur 23.818. (APA)

 

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