Christine Szalay wird Spitzenkandidatin in Vorarlberg

Mathematikerin und Floristin will im Ländle fünf Prozent erreichen und sich um die Themen Europa und Jungunternehmertum kümmern

Bregenz (APA) - Die Quereinsteigerin Christine Szalay kandidiert als Spitzenkandidatin des Liberalen Forums (LIF) in Vorarlberg für die Nationalratswahl 2008. Das LIF erhoffe sich als Ergebnis fünf Prozent der Wählerstimmen, erklärten Szalay und Bundessprecher Alexander Zach am Mittwoch bei der Kandidatenpräsentation in Dornbirn. Die studierte Mathematikerin, Floristin und angehende Selbstständige Szalay will sich vor allem um die Themen Europa und Jungunternehmertum kümmern.

Auf Platz 2 der Landesliste kandidiert die selbstständige Kulturmanagerin und Betriebswirtin Martina Pfeifer aus Feldkirch, auf Platz 3 der 20-jährige, angehende Student Markus Wohlrab, der sich für die Jugend und den Datenschutz einsetzen will. Insgesamt sollen laut Bundessprecher Alexander Zach in Vorarlberg acht bis zehn Personen auf der Liste stehen, darunter auch "symbolisch als Zeichen des Übergangs" die frühere Vorarlberger LIF-Landessprecherin Brigitte Bitschnau-Canal. Laut Zach hat das LIF in Vorarlberg rund 50 Mitglieder. Große Mittel wie etablierten Parteien stünden dem Liberalen Forum nicht zur Verfügung, "wir müssen halt die besseren Ideen haben", so Zach über den Wahlkampf.

"Chancen, die Europa seinen Bürgern bietet"

Die Vorarlberger Spitzenkandidatin Szalay wurde 1978 in Wien geboren, wuchs in Vorarlberg auf und studierte Mathematik. Seitdem lebte sie im Ausland, unter anderem in Irland. Sie habe dort zwei Jahre als Floristin gearbeitet und erlebt, wie einfach dort der Schritt in die Selbstständigkeit sei. In Vorarlberg arbeite sie derzeit ebenfalls an der Gründung eines eigenen Floristik-Unternehmens, aber hierzulande gebe es große bürokratische Hürden für das Jung- und Kleinunternehmertum, so Szalay. Sie fordere daher bessere Rahmenbedingungen für Selbstständige und freie Dienstnehmer. Es sei ihr zudem wichtig, sich zu Europa zu bekennen. "Ich habe selbst von den enormen Chancen profitiert, die das vereinte Europa seinen Bürgern bietet", erklärte sie. "Es ist unverantwortlich, wenn die SPÖ das Projekt Europa für billigen Populismus aufs Spiel setzt", kritisierte Szalay.

"Tolle Aufbruchsstimmung"

Im LIF herrsche eine "wahnsinnig tolle Aufbruchsstimmung", so Szalay. Laut der Vorarlberger Spitzenkandidatin geht es für das LIF darum, "längerfristig etwas aufzubauen", etwa in Hinblick auf die kommende Landtagswahl in Vorarlberg 2009. Ob das LIF dort antreten will, ließ sich Bundessprecher Zach nicht entlocken. Es habe keinen Sinn darüber zu spekulieren, erst gehe es darum, sich am 28. September gut zu schlagen, erklärte er. (APA)

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Aber bitte tut mir den Gefallen und fängt nicht schon wieder mit Landtagswahlen an ... wichtiger wäre es, das Projekt bundesweit auf stabile Füße zu stellen und nicht überall ein bisschen mitzumischen.

Tolle Wahl!

Einfach mehr Seriösität als bei den Grünen!

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