Tropensturm "Fay" setzt Teile von Florida unter Wasser

20. August 2008, 15:55
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Mehrere hundert Häuser überschwemmt - Aber keine Hurrikanstärke mehr befürchtet

Port St. Lucie/USA - Tropensturm "Fay" hat mit heftigem Regen in der Mitte Floridas mehrere hundert Häuser unter Wasser gesetzt. Mit Schlauchbooten brachten Rettungskräfte Bewohner in Sicherheit. In einigen Bezirken stand das Wasser eineinhalb Meter hoch. Bis zum Mittwochabend zog das Zentrum des Sturms auf den Atlantik südöstlich von Daytona Beach, über dem Wasser legte die Windgeschwindigkeit wieder auf knapp 100 Kilometer pro Stunde zu. Die Meteorologen am Nationalen Hurrikanzentrum erwarteten aber nicht mehr, dass "Fay" Hurrikanstärke erreichen würde.

Sie vermuten jedoch, dass der Sturm am Donnerstag an der Küste von Florida oder Georgia erneut auf Land trifft. Dort könnte er teilweise bis zu 38 Zentimeter Regen bringen. Im Raum Jacksonville im Norden Floridas wurden vorsorglich Notunterkünfte vorbereitet, der Schulunterricht wurde für Mittwoch und Donnerstag abgesagt.

Bis zu 105 Kilometer pro Stunde

Am Dienstag erreichte "Fay" Windgeschwindigkeiten bis 105 Kilometer pro Stunde, schwächte sich aber im Laufe des Tages ab. Von einem Hurrikan spricht man ab 119 Kilometern pro Stunde. In Haiti und der Dominikanischen Republik kostete der Tropensturm mindestens 20 Menschen das Leben. In Florida gab es mehrere Verletzte, zahlreiche Häuser wurden beschädigt, rund 95.000 Haushalte und Geschäfte waren ohne Strom.

Nach Angaben von Behörden wurden ein Löwe und ein Tiger wieder eingefangen, die wahrscheinlich durch den Sturm aus einem Privatzoo in Palm Beach befreit worden waren. Die Tiere seien am Mittwoch in der Früh (Ortszeit) gefasst und wieder in sicheren Käfigen untergebracht worden, hieß es.

In Kuba sind nach Angaben der Regierung durch "Fay" am Montag bis zu 500 Häuser beschädigt worden. Die betroffenen Bewohner erhielten Soforthilfe von der Regierung, sagte Vizepräsident Carlos Lage. Bevor "Fay" die USA erreichte, hatte der Sturm in mehreren Karibikstaaten gewütet und dabei mindestens 40 Menschen getötet. (APA/AP)

 

 

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