eBay.at erweitert Angebot an Fixpreis-Artikeln

20. August 2008, 14:09
3 Postings

Suchfunktion wird verfeinert - Ab Herbst kommt weitere Änderungen beim Gebührenmodell für gewerbliche Händler

eBay.at kündigt für den Herbst eine Reihe von Neuerungen an. So wird ein Fokus auf Neuware gelegt und das Gebührenmodell für eBay Shop-Artikel mit Festpreis erneuert. Zudem werden die Shop-Artikel in Zukunft auch automatisch in den allgemeinen Suchergebnissen des Auktions-Marktplatzes angezeigt. Zusätzlich soll die Suchfunktion verfeinert werden. Ziel sei ein gesunder Mix aus klassischen Auktionswaren und Fixpreisangeboten, teilte ebay Austria am Mittwoch mit.

Größere Auswahl

"Für unsere Käufer bedeutet das, dass sie eine deutlich größere Auswahl vorfinden, weil automatisch auch alle eBay Shops mit durchsucht werden. Mit der neuen Suchtechnologie stellen wir sicher, dass ein Sammlerstück genauso gut gefunden werden kann wie ein Massenprodukt. Schließlich wollen unsere Käufer schnell und einfach genau das Produkt finden, das sie suchen", so Alberto Sanz, Geschäftsführer von eBay in Österreich.

Änderungen beim Gebührenmodell

Ab Herbst gebe es zudem weitere Änderungen beim Gebührenmodell für gewerbliche Händler. Unter anderem werden Galeriebilder für alle Shop-Artikel in Zukunft gratis sein. Die Einstellgebühr für Festpreisartikel in eBay Shops werde günstiger (zwischen 1 und 10 Cent unabhängig vom Startpreis) und die Verkaufsprovision für Shop-Artikel soll - je nach erzielbaren Margen - kategoriespezifisch angepasst werden. Insgesamt werde das Risiko weiter von den Einstellgebühren auf die Verkaufsprovision verlagert - die Gebühren richten sich also mehr nach dem erfolgreichen Verkauf.

Stagnierende Mitgliederzahlen

Mit den Änderungen will der US-Konzern das Geschäft aber vor allem in seinem größten Auslandsmarkt Deutschland ankurbeln. Zuletzt stagnierte die Zahl aktiver Mitglieder der deutschen Plattform bei 14,5 Mio.. Zwar besitzt eBay nahezu ein Monopol bei Online-Auktionen, deren Reiz hat sich aber allmählich verflüchtigt, und beim konventionellen Vertrieb gibt es große Konkurrenz wie etwa Amazon. Seit seinem Amtsantritt im März versucht Konzernchef John Donahoe, den Warenumsatz wieder zu erhöhen. Fürs zweite Quartal legte er bereits ordentliche Zahlen vor. Umsatz und Gewinn kletterten um rund 20 Prozent. Zu diesem Wachstum trug besonders das elektronische Bezahlsystem PayPal bei, das eBay im Jahr 2002 erworben hatte.

PayPal funktioniert wie ein Treuhandkonto. Der Käufer zahlt den Produktpreis an PayPal, das wiederum das Geld an den Verkäufer weiterleitet. Der Käufer bekommt sein Geld bei Nichtlieferung zurück, der Verkäufer soll durch das System vor Nichtzahlung geschützt werden.

Kritik an PayPal

Doch erst am Dienstag wies das ARD-Magazin "Plusminus" auf Defizite bei PayPal hin. Berichtet wurde von Käufern, die mangelhafte Ware aus dem Ausland erhielten, ihr Geld aber nicht wiedersahen. In einem anderen Fall verlangte PayPal das Geld für ein in die USA verkauftes Notebook zurück. Der amerikanische Käufer soll PayPal mit einer fremden Kreditkarte bezahlt haben. Der Verkäufer Jochen Kolbe stand am Ende ohne Notebook und ohne Geld da.

Abgesichert

Derartiges sollte sich nicht wiederholen. "Weist der Verkäufer den Versand der Ware nach, ist er nun bei allen Transaktionen - also auch bei internationalen Kreditkartenzahlungen - gegen Zahlungsausfall abgesichert", sagte eBay-Deutschland-Chef Stefan Groß-Selbeck am Mittwoch. Außerdem sollen eBay- Käufer vom 1. September an ihr Geld von PayPal in unbegrenzter Höhe zurückbekommen, wenn ein Artikel trotz Bezahlung nicht versandt wird. Bisher galt ein Limit vom 1.000 Euro. (APA/dpa)

Links

eBay.at

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.