Niessl will Ausbildungsbetriebe bei Aufträgen bevorzugen

20. August 2008, 13:41
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Um Anreize für Lehrplätze zu schaffen, sollten künftig Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden, bei ausschreibungspflichtigen Aufträgen eher zum Zug kommen

Eisenstadt - Um Anreize für Lehrplätze zu schaffen, sollten künftig jene Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden, bei ausschreibungspflichtigen Aufträgen eher zum Zug kommen. "In erster Linie" sollten jene Firmen beauftragt werden, die auch Lehrlinge ausbilden, schlug der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (S) heute, Mittwoch, am Rande einer Pressekonferenz in Eisenstadt vor.

Soweit das dem Ausschreibungsgesetz und Vergaberecht entspricht, sollen jene Betriebe, die Lehrstellen anbieten, bei der Auftragsvergabe forciert werden, so Niessl. Die Schaffung von Lehrplätzen sei eine "gesellschaftspolitische Verantwortung".

Das Land Burgenland etwa habe in den vergangenen Jahren 100 Lehrstellen geschaffen und Lehrwerkstätten errichtet. Das Modell Lehre und Matura sowie ein Fahrtkostenzuschuss für Lehrlinge seien weitere Maßnahmen des Landes. Auch die Wirtschaft sei gefordert, ihren Beitrag zu leisten, erklärte der Landeshauptmann.

"Meine Meinung ist: Qualifikation vor Zuzug ausländischer Arbeitskräfte", betonte Niessl. Ziel im Burgenland sei es, gute Qualifikation zu ermöglichen, um den Zuzug zu reduzieren. "Die Öffnung des Arbeitsmarktes wird es nicht spielen", meinte der Landeshauptmann. (APA)

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