Neue Mittelschule: Burgenland will 2009/2010 weitere Standorte

20. August 2008, 13:25
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Landesschulratspräsident Resch: 15 Interessenten - Landeshauptmann Liessl für kostenloses letztes Kindergartenjahr

Eisenstadt - Mit Beginn des neuen Schuljahres am 1. September wird die Neue Mittelschule (NMS) im Burgenland an neun Standorten starten. Insgesamt werden knapp 360 Schüler in 19 Klassen diese neue Schulform besuchen, gab SPÖ-Landeshauptmann Hans Niessl heute, Mittwoch, bekannt. "Unser Ziel ist es, dass im Schuljahr 2009/2010 weitere Standorte und Klassen hinzukommen, die Neue Mittelschule ausgeweitet wird", erklärte Niessl bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

"Mehr Chancengerechtigkeit und bessere Förderung"

Das Modell geht an den Schulstandorten Mattersburg, Neuhaus am Klausenbach, Rudersdorf, Markt Allhau, Bernstein, Oberpullendorf, Großwarasdorf, Andau und Zurndorf an den Start. "Diese neue Schule wird mehr Chancengerechtigkeit bringen, die Individualisierung des Unterrichts und eine bessere Förderung aller Begabungen und Talente", zeigte sich der Landeshauptmann überzeugt. Laut Landesschulratspräsident Gerhard Resch sei die Nachfrage "groß", es gebe weitere 15 Interessenten für NMS-Standorte.

Eine Maßnahme, die im neuen Schuljahr fortgesetzt wird, ist die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf 25. Für das Schuljahr 2008/2009 ergibt sich dadurch ein Mehrbedarf von rund 60 Lehrern. Zudem soll es an den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen und den Oberstufen-Realgymnasien in der neunten Schulstufe verstärkt Unterricht in Kleingruppen geben, um die Drop-Out-Quote zu senken.

Weniger Schüler im Burgenland

Insgesamt werden im kommenden Schuljahr 32.882 Kinder und Jugendliche im Burgenland eine Schule besuchen. Im Vorjahr waren es noch 33.063. Die Zahl der Taferlklassler beläuft sich auf rund 2.500. Unterrichtet werden sie an insgesamt etwa 300 Standorten in Summe von 3.600 Lehrern. "Heute gibt es die gleichen Strukturen wie in den 70er-Jahren, als es noch 40.000 Schüler gab", so Niessl zur Diskussion betreffend geplanter Schulschließungen.

Er sprach sich auch erneut für das kostenlose letzte Kindergartenjahr aus. Der Besuch am Vormittag soll verpflichtend sein, um Chancengleichheit zu gewährleisten und Defizite bei der Sprache oder Sozialisation abzubauen, meinte der Landeshauptmann.

Im Landesbudget seien in diesem Jahr 40,3 Mio. Euro für die Bildung vorgesehen. 2009 werden es 48,2 Mio. Euro sein, so Niessl. (APA)

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