DirectX-Erfinder: "Konsolen sind so gut wie tot"

20. August 2008, 13:52
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Wie werden wir Spiele in 12 Jahren konsumieren? - Alex St. John glaubt nicht an den langjährigen Trend in Richtung Konsole

In seinem Vortrag "Gaming in 2020" im Rahmen der Games Convention stellt der Miterfinder Microsofts Grafikschnittstelle DirectX Alex St. John eine gewagte These auf: Spielkonsolen sind vom Aussterben betroffen.  Alex St. John, der heute Chef der Onlinespielefirma Wild Tangent ist, führt seine Prognose auf die aktuellen Entwicklungen bei den Vertriebswegen von Spielesoftware zurück, berichtet Golem.de.

Zu teuer

Moderne Konsolen wie die PS3, Xbox 360 und Wii setzen immer stärker auf die Möglichkeiten des Internets. Spiele werden zum Download angeboten, einige davon gar exklusiv über das Netz. Auf lange Sicht würden die Konsolenhersteller sich damit aber ins Fleisch schneiden, da Spielehersteller anstatt Lizenzabgaben zu bezahlen lieber auf offene Vertriebskanäle setzen würden. Konsolen seien nichts anderes als antiquierte Antipiraterie-Mittel, selbst die Vorteile der standardisierten Hardware würden in Zukunft obsolet...

Virtuell

Denn die künftigen Spieleplattformen seien sowieso Online-Welten - betrieben auf Servern,  monatlich bezahlt von Spielern auf verschiedensten Endgeräten wie Laptops und PCs. Dann spiele auch die Hardware keine so große Rolle mehr. Schon bald werden einfache Browsertest den Nutzern sagen, ob ihre Gerätschaft ausreicht oder nicht. Und man bedenke: Heutzutage werden keine Computer mehr verkauft, die nicht mindestens die Leistung einer Wii zustande brächten... (zw)

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Golem.de

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