John Madden dreht "Sex and Sylvia Plath"

20. August 2008, 13:34
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Weitere Hollywood-Projekte: Komödien mit Alec Baldwin und Meryl Streep, mit Steve Carell und Tina Fey, mit Aston Kutcher

Los Angeles - Der britische Regisseur John Madden, dessen Kostüm-Komödie "Shakespeare In Love" 1999 den Oscar als "Bester Film" holte, hat sich nun mit "Sex and Sylvia Plath" einen modernen Stoff ausgesucht. "Variety" zufolge dreht sich das Comedy-Drama um ein sechzehnjähriges Mädchen, das zum ersten Mal Sex hat und dann entdeckt, dass seine Mutter mit demselben Jungen eine Affäre hat. Das Drehbuch stammt von der Nachwuchs-Autorin Jennifer O'Kieffe, die den Roman als junge Studentin in Los Angeles schrieb. Über die Bestzung wurde noch nichts bekannt. Madden hatte erst kürzlich ein weiteres Drehprojekt angenommen. Er wird auch den Thriller "The Debt" inszenieren, der von der Jagd auf Naziverbrecher handelt.

Dreieck

Alec Baldwin, der zuletzt in "Krass" und "Departed - Unter Feinden" auf der Leinwand zu sehen war, will demnächst den Liebhaber von Meryl Streep spielen. Baldwin verhandelt derzeit um eine der beiden männlichen Hauptrollen in einer noch unbetitelten Dreiecks-Komödie, bei der Nancy Meyers ("Was das Herz begehrt") Regie führt. Fest steht, dass Streep ("Das Geisterhaus", "Der Teufel trägt Prada") die weibliche Hauptrolle übernimmt. Nach dem Drehbuch von Meyers spielt sie eine Frau, die sich nicht zwischen zwei Männern entscheiden kann. Die Dreharbeiten sollen Mitte Februar anlaufen. Über die mögliche Besetzung der zweiten Männer-Rolle wurde noch nichts bekannt.

Über Stränge zu schlagen

Comedy-Stars Steve Carell ("Get Smart") und Tina Fey ("Baby Mama") werden in "Date Night" ein verheiratetes Pärchen spielen, das sein Liebesleben wieder ankurbeln möchte. Wie das Filmblatt "Variety" berichtet, übernimmt Shawn Levy die Regie. Er ist derzeit noch mit den Dreharbeiten für "Nachts im Museum 2" zugange. Levy will die Ehekomödie Anfang 2009 in Angriff nehmen. Die Drehvorlage stammt von Josh Klausner nach einer Idee von Levy. Darin beschreibt er die Anstrengungen der Eheleute, den wöchentlichen Ausgeh-Abend zu zweit nicht mit normalen Restaurant- oder Kinobesuchen zu vergeuden, sondern richtig über die Stränge zu schlagen. In "Baby Mama" schlug sich Fey zuletzt mit den Problemen einer Leih-Schwangerschaft herum, während Carell in "Get Smart" einen tollpatschigen Geheimagenten spielte.

Vaterrolle

Aston Kutcher, der als Stiefvater von Demi Moores Töchtern im richtigen Leben Erfahrungen als Vater sammelt, will diese nun vor der Kamera nutzen. In der Komödie "Like Father" wird er einen jungen Vater spielen, der zugleich seinen eigenen Vater wiedertrifft, von dem er jahrelang entfremdet war. Als sich beide zufällig über den Weg laufen, entdecken sie zu ihrer Überraschung, dass sie beide gleichaltrige Babys haben. Über diese Rolle finden sie auf Umwegen wieder zueinander. Das Drehbuch stammt von Kenneth Longergan, der zuvor Oscar-Nominierungen für die Drehbücher für "You Can Count on Me" und "Gangs of New York" erhalten hatte. Kutcher war zuletzt mit Cameron Diaz in der Liebeskomödie "Love Vegas" auf der Leinwand zu sehen. Über seine Firma Katalyst Films wird Kutcher "Like Father" auch produzieren, berichtet "Variety".

"Coco avant Chanel"

Der amerikanische Schauspieler Alessandro Nivola ("Junikäfer", "The Eye") wird seiner französischen Kollegin Audrey Tautou vor der Kamera Gesellschaft leisten. Tautou ("Die fabelhafte Welt der Amelie") steht schon seit längerem für die Rolle der legendären Modemacherin Coco Chanel in dem Film "Coco avant Chanel" fest. Wie der "Hollywood Reporter" berichtet, hat Nivola nun den Zuschlag für die Rolle des Polo-Spielers Arthur Capel erhalten. Capel war Chanels Geliebter und eine große Stütze zu Beginn ihrer Karriere. Sein Tod durch einen Autounfall war ein schwerer Rückschlag für die Designerin. Nivola wird für seinen Filmauftritt französisch lernen. Regisseurin Anne Fontaine will im Herbst mit den Dreharbeiten beginnen. Der Film wird sich vor allem mit den frühen Jahren von Coco Chanel beschäftigen, die als kleine Schneiderin begann und später die Damenmode mit tragbaren und eleganten Entwürfen revolutionierte. (APA/dpa)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    John Madden bei der Oscar-Feier für "Shakespeare in Love"

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