Geschätzte Verluste der Werbepartner des verletzten chinesischen Leichtathletik-Stars betragen bis zu 300 Millionen Euro
Peking - Chinas verletzter Hürdensprinter Liu Xiang hat nach seinem bitteren Ausscheiden aus den olympischen Leichtathletik-Wettkämpfen eine Versicherungszahlung von umgerechnet zehn Millionen Euro ausgeschlagen. Das berichtete am Mittwoch der halbamtliche China News Service. Das zweitgrößte chinesische Versicherungsunternehmen Ping An hatte der populären Werbefigur eine für ein Jahr gültige Versicherung in Höhe von 100 Millionen Yuan (9,94 Mio. Euro) geschenkt, die im Fall einer Verletzung durch einen Unfall ausgezahlt werden sollte. Nach Prüfung der Ansprüche hatte sich das Unternehmen bereiterklärt, das Geld auszuzahlen, worauf der Sportstar aber dankend ablehnte.
Viele sehen in dem bitteren Ausscheiden, das eine Schockwelle im ganzen Land ausgelöst hat, einen schweren Image- und Wertverlust für die diversen Werbepartner des zugkräftigen Sportlers. Ein Experte schätzte ihren Verlust durch das frühe Ausscheiden des Sportstars auf bis zu drei Milliarden Yuan (298 Mio. Euro) und für den Sportler selbst auf etwa denselben Wert, den die nun ausgeschlagene Versicherungs-Polizze hatte. (APA/dpa)