Österreichs Auflagen weitgehend unter Kontrolle

20. August 2008, 19:10
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Mediaprint, News-Gruppe wieder in ÖAK - Styria-Magazine schwänzen - DER STANDARD bei Vollzahlerabos vor "Presse" - Daten für das erste Halbjahr 2008 als Download

Bis auf Magazine der Styria wie "Wienerin" und "Diva" ist die Auflagenkontrolle (ÖAK) wieder komplett. Nach Konzessionen machen die Riesen wieder mit.

Für Magazine, insbesondere die News-Gruppe, führte die ÖAK eine zweite, weichere Verkaufskategorie ein mit bis zu 35 Prozent Großverkauf. Die Mediaprint (Krone, Kurier) kehrt zurück, weil die ÖAK die „Verbreitete Auflage" gestrichen hat. Dort hatte Österreich dank Gratisverbreitung den Kurier überholt. Wir ziehen hier, wenn nicht anders erwähnt, die Kategorie Direktverkauf heran, also Exemplare im Abo und Einzelhandel, die mindestens 30 Prozent ihres Verkaufspreises erlösen, ohne Großverkäufe. Der Direktverkauf ist laut ÖAK vergleichbar mit jenem vor der jüngsten Reform.

  • Riese „Krone" verkauft direkt 803.833 Exemplare. Rund 30.000 Exemplare weniger als im ersten Halbjahr 2006, bevor sie aus der ÖAK ausstieg. Größtenteils verlor sie die in Wien, Niederösterreich und Burgenland. Gewaltig der Aboanteil mit 668.849 Stück, bis auf gut 56.000 zu mindestens 80 Prozent des Listenpreises bezahlt.
  • Mediaprintbruder „Kurier" hält bei 149.537 verkauften Exemplaren, rund 6700 weniger als vor zwei Jahren. Davon 116.901 Abos, bis auf 14.000 quasi voll bezahlt.
  • Herausforderer „Österreich" verkauft direkt 129.680 Stück, 9000 mehr als vor einem Jahr. 79.274 im Abo, davon nur 8223 Stück in der höchsten Erlöskategorie ab 80 Prozent des Listenpreises. Von 50.406 Stück im Einzelverkauf erzielten gut 20.000 weniger als 80 Prozent des Verkaufspreises. 37.623 weitere Exemplare der Zeitung gingen in den (großteils stark verbilligten) Großverkauf. 119.489 Stück meldete Österreich im Gratisvertrieb. In Oberösterreich verkauft "Österreich" übrigens 21.816 direkt, die Oberösterreichischen Nachrichten 99.959 und die Krone 141.761.
  • Die "Kleine" ist Nummer 2 Österreichs: 270.476 Hefte direkt verkauft, 3300 mehr als vor einem Jahr. Und 261.171 im Abo. Mit im Wesentlichen zwei Bundesländern, Steiermark und Kärnten.

Andere Dimensionen finden sich bei Qualitätszeitungen.

  • DER STANDARD verkauft direkt 65.904 Exemplare, 260 mehr als vor einem Jahr. 59.068 Stück gehen an Abonnenten, davon 32.532 in der höchsten Erlöskategorie.
  • "Die Presse" liegt in den Abos für zumindest 80 Prozent des Listenpreises mit 31.460 knapp dahinter. Einzelverkauf: 6325 (_Standard: 6835). Im Direktverkauf kommt sie aber auf 69.174 Exemplare bei 62.849 Abos insgesamt. Sie setzt zudem mehr Zeitungen im Großverkauf ab als DER STANDARD.
  • Das „Wirtschaftsblatt", wie Kleine und Presse Teil der Styria, verkauft direkt 21.589 (Abo: 19.978), um 883 Stück mehr.
  • "Die ganze Woche" Noah Falks bleibt weit stärkster Wochentitel:_318.987 direkt verkauft und voll bezahlt. Großverkauf: gegen null.

Mit Großverkauf behelfen sich einige Titel der News-Gruppe.

  • "tv-media" braucht diesen Großverkauf kaum:_225.331 Stück direkt 137.571 im Abo (bis auf 22.000 voll bezahlt).
  • "Woman" verkauft direkt 153.213, davon 85.018 im Abo. Plus 22.754 im Großverkauf.
  • "News": 125.710 direkt (zwei Drittel höchste Erlöskategorie) und 74.373 Abos. Großverkauf: 67.690.
  • "profil": direkt 59.124 bei 42.010 Abos. Großverkauf: 14.217.
  • "Format": 28.201 Hefte bei 18.371 Abos, 10.000 quasi Vollzahler. Großverkauf: 15.184.
  • Der "trend" verkauft noch 32.938 Stück direkt bei 21.121 Abos._Großverkauf: 17.736.
  • "Der "Gewinn" liegt im Vergleich bei 55.453. Aber: Von seinen 44.074 Abos sind nur 11.906 quasi Vollzahler in der höchsten Erlöskategorie. Großverkauf: nur 4904.(Harald Fidler, DER STANDARD; Printausgabe, 21.8.2008)
  • Daten für das erste Halbjahr 2008 als Download.

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  • Auflagenkontrolle: Präsentation vom 20. August 2008.

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