Sparkassen Immo mit geringerem Ergebnis

20. August 2008, 09:40
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Die Sparkassen Immobilien AG hat in den ersten sechs Monaten 2008 höhere Umsatz- und Mieterlöse erzielt

Wien - Die börsenotierte Sparkassen Immobilien AG hat in den ersten sechs Monaten 2008 höhere Umsatz- und Mieterlöse erzielt, das Betriebsergebnis ist aber aufgrund der geringeren Gewinne nach einer Neubewertung der Immobilien und höherer betrieblicher Aufwendungen gesunken.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, ist das Betriebsergebnis (Ebit) von 40,8 auf 32,2 Mio. Euro gesunken. Die Umsatz- und Mieterlöse der Sparkassen Immo stiegen in den ersten beiden Quartalen 2008 gegenüber der Vorjahresperiode um 20 Prozent auf 54,1 Mio. Euro bzw. um 19 Prozent auf 42,9 Mio. Euro. Zurückzuführen sei das Plus auf aktives Immobilienmanagement und mehr Fläche, hieß es. Deutsche Immobilien trugen mit 42 Prozent nach wie vor den größten Anteil zum Mieterlös bei, aus Österreich kamen 30 Prozent, aus den CEE-Ländern 28 Prozent.

Aufgrund der derzeitigen Marktsituation seien aus der Neubewertung der Liegenschaften im ersten Halbjahr mit 100.000 Euro sehr geringe Gewinne erzielt worden. Es musste jedoch auch keine Abwertung des Gesamtportfolios vorgenommen werden. Die betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 27,4 Mio. Euro, nach 21,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2007, Folge von höheren Betriebs- und Instandhaltungskosten für deutsche Wohnimmobilien.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist im Berichtszeitraum um 34 Prozent von 25,5 auf 34,3 Mio. Euro gestiegen.

Konzerngewinn gestiegen

Der Konzerngewinn stieg aufgrund des Wegfalls eines Sondereffekts in der Vergleichsperiode des Vorjahres (21 Mio. Euro für die Restrukturierung des s Immo Invest Genussscheines) besonders kräftig von 1 Mio. auf 9 Mio. Euro an. Der Gewinn pro Aktie legte demnach ebenfalls deutlich von 0,01 auf 0,13 Euro zu. Der Net Operating Income (NOI) sowie der operative Cash-Flow stiegen im selben Zeitraum um jeweils 11 Prozent: der NOI lag damit bei 35,8 Mio. Euro und der Cash-Flow bei 28,3 Mio. Euro. Der NAV (Net Asset Value) lag zum 30.6.2008 mit 9,9 Euro pro Aktie um 5 Prozent höher als in den ersten sechs Monaten 2007.

Das Immobilienportfolio (265 Objekte) stieg von 1,3 Mrd. Euro auf 1,7 Mrd. Euro in den ersten sechs Monaten 2008. Die Gesamtnutzfläche betrug 1.444.100 m2 (+ 33 Prozent). Die Brutto-Mietrendite des Portfolios betrug per 30.6.2008 für das Gesamtportfolio 6,3 Prozent - der Vermietungsgrad lag bei 91 Prozent.

Die s Immo Aktie stand weiterhin unter dem Einfluss der negativen Entwicklung der Kapitalmärkte und musste in den ersten sechs Monaten einen Kursrückgang von 10,6 Prozent hinnehmen.

Unter den nach wie vor angespannten Bedingungen der Finanz- und Kapitalmärkte bestätigt das Management der Sparkassen Immobilien AG die Anfang des Jahres abgegebene Prognose für 2008: Der Umsatz wird bei 99 Mio. Euro, die Mieterlöse bei 78 Mio. Euro und das EBIT bei 72 Mio. Euro erwartet.

Nach Einschätzung des Managements wird der Wert des Gesamtportfolios halten, vereinzelte notwendige Abwertungen werden durch Neubewertungsgewinne kompensiert. Darüber hinaus sollten auch im dritten und vierten Quartal weitere über den Schätzwerten liegende Verkäufe in Österreich und Deutschland einen zusätzlichen positiven Ergebnisbeitrag liefern. (APA)

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