Bartenstein gegen Faymann, Maier gegen Kdolsky

19. August 2008, 20:03
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Wirtschaftsminister will nicht unter Kanzler Faymann dienen - Wiener Abgeordneter Maier will Kdolsky "in der nächsten Regierung nicht mehr sehen"

Wien - Wirtschaftsminister Martin Bartenstein würde seinen Posten nach der Nationalratswahl am 28. September gerne behalten - sofern nicht SPÖ-Chef Werner Faymann Bundeskanzler wird. "Wenn der Kanzler Faymann heißt, dann stehe ich nicht mehr zur Verfügung", sagte er im "Presse"-Interview. Er wolle "in einer Koalition Faymann-Dichand keiner Regierung angehören".

Ganz gerne wieder angehören würde Bartenstein - der über das Ende der Großen Koalition froh ist - offenbar einer schwarz-blau-orangen Regierung. Man habe damals "mit Jörg Haider und seiner Partei in der Regierung gut zusammengearbeitet", erinnert er sich und ortet derzeit sowohl eine "Wolfgang-Schüssel-Nostalgie" als auch "ansatzweise" eine "Nostalgie nach Schwarz-Blau von 2000 bis 2003". Eine Koalition mit der Strache-FPÖ lehnt er jedoch ab.

 

Die Aussage von Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky, auch in der nächsten Periode für das Regierungsamt zur Verfügung zu stehen, wird von Teilen der ÖVP nicht goutiert. Im "Kurier"-Interview zieht der immer kritikfreudige Wiener Abg. Ferdinand Maier gegen die Parteikollegin ins Feld: "Ich will sie in der nächsten Regierung nicht mehr sehen", sagt er - und glaubt zu wissen, dass dies auch die Meinung "ganz vieler Österreicher" sei.

Maier wirft Kdolsky vor, dass sie "eine derart negative Stimmung unter unseren Funktionären und Parteimitgliedern ausgelöst hat". Kdolsky war nach der Wahl 2006 von Parteichef Wilhelm Molterer als Quereinsteigerin ins Gesundheitsministerium geholt worden. Bei der Nationalratswahl am 28. September kandidiert sie nicht mehr. (APA)

 

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