Christ Water-Vorstand muss gehen

19. August 2008, 19:38
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Malek Salamor löst Karl Michael Millauer mit sofortiger Wirkung ab - Serge Schmitt kommt neu - Harald Wegscheider bleibt

Wien/Mondsee  - Der börsenotierte oberösterreichische Wasseraufbereiter Christ Water Technology (CWT) bekommt einen neuen Dreier-Vorstand. Wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte, hat der CWT-Aufsichtsrat heute beschlossen, den Vorstand der Gesellschaft mit sofortiger Wirkung umzubilden. An der Spitze löst der bisherige CTO Malek Salamor (42) den ausgeschiedenen CEO, DDr. Karl Michael Millauer, ab. Darüber hinaus wechselt der bisherige Aufsichtsrat, Serge Schmitt (59), als neuer CTO in den Vorstand. Dem neuen Dreier-Vorstand gehört weiterhin CFO Harald Wegscheider an.

Malek Salamor ist amerikanischer Staatsbürger und seit Juli 2007 im Vorstand der Christ für F&E, Innovation und die Division Ultrapure Water zuständig. Er ist ausgebildeter Prozessingenieur für Wassertechnologie. Er ist seit über 10 Jahren in der Christ-Gruppe in führenden Positionen tätig.

Serge Schmitt ist französischer Staatsbürger und seit 1976 in der Christ-Gruppe tätig. Er ist ausgebildeter Chemiker (Universität Louis Pasteur, Straßburg) und den Angaben zufolge einer der weltweit anerkanntesten Spezialisten auf dem Gebiet der Reinstwasseraufbereitung.

Nach einer Zeit dynamischer Expansion und Internationalisierung sowie strategischer Fokussierung auf vier Wachstumsgeschäftsfelder übergebe der Aufsichtsrat die Funktion des CEO an einen Wassertechnologie-Experten ersten Ranges, heißt es in der Aussendung. Zu seinen Hauptaufgaben zähle, die Christ auf Basis des großen technologischen Fundus, der internationalen Aufstellung stark fokussiert auf Profitabilität und Cashflow unabhängig weiterzuentwickeln.

Umsatzplus im Halbjahr

Christ Water Technology hat im ersten Halbjahr 2008 eine Umsatzsteigerung von 16,8 Prozent auf 154,8 Mio. Euro erzielt. Gleichzeitig sank das Betriebsergebnis (Ebit) um 13,6 Prozent auf 3,5 Mio. Euro. Hauptgründe für den Rückgang seien unter anderem anhaltende Auswirkungen von Kostensteigerungen bei Langfristaufträgen sowie Integrations- und Restrukturierungskosten nach früheren Zukäufen.

Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich in den ersten sechs Monaten um über 1,1 Mio. auf 2,8 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte hingegen um 13,9 Prozent auf 6,4 Mio. Euro zu. Der Periodenüberschuss im ersten Halbjahr verfehlte mit 1,5 Mio. Euro durch das ergebnisschwache zweite Quartal den Vorjahreswert (2,8 Mio. Euro) deutlich. (APA)

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