Haselsteiner: "Das Wichtigste ist, dass der Saldo stimmt"

20. August 2008, 12:57
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Hans Peter Haselsteiner wollte einmal Kardinal werden und arbeitet immer, solange er wach ist - Der Strabag-Chef im Karriere-Telegramm

"Gib immer ehrlich dein Bestes. Der Rest kommt dann von selbst", lautet die berufliche Devise von Hans Peter Haselsteiner. Der 64-Jährige ist Vorstandschef der Strabag, die unter seiner Ägide zu einem der größten Baukonzerne Europas avanciert ist.

Haselsteiner, der als Wirtschaftsreferent das Liberale Forum sponsert und Vorsitzender des Unterstützungskomitees für Heide Schmidt ist, wollte einmal Kardinal werden, meint er im Karriere-Telegramm von derStandard.at.

derStandard.at: Wie sieht der "typische" Arbeitstag von Hans Peter Haselsteiner aus?

Haselsteiner: Nach dem Frühstück das Handy einschalten und los.

derStandard.at: Wie viele Stunden arbeiten Sie im Schnitt pro Woche?

Haselsteiner: Immer so lange ich wach bin, weil es einfach Spaß macht!

derStandard.at: Wie entspannen Sie sich vom beruflichen Stress?

Haselsteiner: Berggehen und die Natur genießen.

derStandard.at: Welches Rezept haben Sie, um Berufliches und Privates unter einen Hut zu bringen?

Haselsteiner: Das kann man nicht rigoros trennen. Viele berufliche Partner sind auch zu meinen Freunden geworden.

derStandard.at: Was war Ihr bis jetzt größter Karriereerfolg bzw. Karriereflop?

Haselsteiner: Das Wichtigste ist, dass der Saldo stimmt.

derStandard.at: Wie lautet Ihre berufliche Devise?

Haselsteiner: Gib immer ehrlich dein Bestes. Der Rest kommt dann von selbst

derStandard.at: Wenn Ihnen ein Wunsch von Seiten der Politik erfüllt werden würde, welcher wäre das?

Haselsteiner: Eine Steuerreform zur Entlastung des Mittelstandes.

derStandard.at: Sollten alle Gehälter in Österreich transparent gemacht werden?

Haselsteiner: Ich wüsste nicht, was das bringen soll?!

derStandard.at: Welchen Traumberuf hatten Sie in der "Sandkiste"? Was wollten Sie früher einmal werden?

Haselsteiner: Je nach Alterstufe waren die unterschiedlich. Einmal war auch Kardinal dabei.

derStandard.at: Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Haselsteiner: Hoffentlich öfter bei einem Gspritzten beim Wirt ums Eck. (derStandard.at, 20.8.2008)

Zur Person:

Hans Peter Haselsteiner wurde am 1. Februar 1944 geboren. Nach seiner Promotion an der Wirtschaftsuniversität Wien im Jahre 1970 begann er seine berufliche Laufbahn bei einer Wiener Wirtschaftskanzlei. 1972 trat er in das Unternehmen Isola & Lerchbaumer (später Strabag) ein. Seit seinem Konzerneintritt war Hans Peter Haselsteiner Vorsitzender des Vorstandes von mehreren Unternehmen der Gruppe, darunter von der ILBAU AG, der Bauholding Aktiengesellschaft, der A-WAY Holding und Finanz AG und auch der FIMAG Finanz Industrie Management AG.

Zwischen 1994 und 1998 diente er zusätzlich fürs Liberale Forum als Abgeordneter zum Nationalrat. Seit 1987 ist Hans Peter Haselsteiner Vorstandsvorsitzender des Konzerns.

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    Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner.

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