Dax-Manager sahnen ab

19. August 2008, 13:42
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Für das Geschäftsjahr 2007 kassierte ein Vorstandsmitglied im Deutschen Aktienindex im Schnitt 2,9 Millionen Euro, Spitzenreiter war Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann

Frankfurt/Main- Deutschlands Top-Manager haben von der Rekordjagd ihrer Unternehmen im vergangenen Jahr kräftig profitiert: Für das Geschäftsjahr 2007 kassierte ein Vorstandsmitglied im Deutschen Aktienindex DAX insgesamt durchschnittlich 2,92 Mio. Euro und damit um 7,75 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) errechnet hat.

Spitzenverdiener unter den Vorstandsvorsitzenden war erneut Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, dessen Bezüge sich nach DSW-Mitteilung vom Dienstag in Frankfurt auf 13,98 Mio. Euro summierten. Für die von Politikern kritisierten "Gehaltsexzesse" bei Top-Managern fanden die Aktionärsschützer aber "bis auf wenige Ausnahmen keine Anhaltspunkte". Schärfere Gesetze seien nicht nötig.

Kräftiges Gehaltsplus

Auch bei den - erstmals von der DSW untersuchten - MDAX-Unternehmen gab es im Schnitt ein kräftiges Gehaltsplus. Bei den 50 mittelgroßen Unternehmen verdiente ein durchschnittliches Vorstandsmitglied 1,48 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Bezüge im MDAX um 8,34 Prozent. Top-Verdiener unter den M-DAX-Vorständen ist nach den DSW-Zahlen Puma-Chef Jochen Zeitz mit einem Gesamtgehaltspaket von 7,2 Mio. Euro.

Im internationalen Vergleich sehen die Aktionärsschützer in deutschen Vorstandsetagen keinen Grund zur Klage: Mit einem Bargehalt von 3,825 Mio. Euro verdiene ein durchschnittlicher DAX-Vorstandschef deutlich mehr als seine Kollegen in Frankreich (2,3 Mio Euro), der Schweiz (2,99 Mio Euro) und den USA (3,03 Mio Euro).  (APA/dpa)

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    Ackermann war 2007 mit fast 14 Millionen Euro erneut "der" Spitzenverdiener.

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