Kostspieliger Schulbeginn

19. August 2008, 13:36
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Arbeiterkammer stellt große Preisunterschiede bei Schulstartpaketen fest - Interesse an umweltfreundlichen Schulsachen nimmt zu - Mit Infografik

Wien - Zu Schulbeginn entsteht oft der Eindruck, dass der Kauf von Heften, Stiften und anderen Schulmaterialien möglichst eines sein soll: billig. Stattdessen setzt der Handel jetzt aber vermehrt auf Qualität und Umweltschutz. Umweltfreundlich einzukaufen soll für die Konsumenten mit der "Clever einkaufen für die Schule"-Initiative von Umweltministerium, Wirtschaftskammer (WKÖ) und Papierfachhandel möglichst einfach werden. Die entsprechenden Produkte sind mit einem grünen "Umwelt-Tipp!"-Zeichen markiert und sollten zusätzlich durch Regalkennzeichnungen einfach zu finden sein.

Hefte, Radierer, Federpennal - zum Schulbeginn wartet auf viele Eltern und Schüler eine lange Einkaufsliste. Rund 1,2 Millionen Schüler und Studenten werden sich auch in diesem Jahr wieder mit Tonnen von Schulmaterial eindecken und dabei an die 250 Millionen Euro ausgeben. Damit sie möglichst viel von diesem Geld umweltfreundlich investieren, wurde die mittlerweile drei Jahre alte "Clever einkaufen"-Aktion auf große Handelsketten und Fachgeschäfte ausgeweitet.

Unterschiede zwischen Handelsketten und Papier-Fachhandel

Die Arbeiterkammer (AK) befand bei ihrem Preisvergleich von Schulstartpaketen, dass die umweltfreundlichen Produkte von "Clever einkaufen für die Schule" im Durchschnitt um 6 Prozent teurer sind als die jeweils günstigsten Markenprodukte. Weitere Ergebnisse der AK zeigen, dass die Preise in Handelsketten und Papier-Fachhandel weit auseinanderliegen. Das jeweils günstigste Startpaket ist im Durchschnitt bei Handelsketten um rund 18 Prozent billiger als im Papier-Fachhandel. Ein Preisvergleich lohnt sich also.

Die Arbeiterkammer empfiehlt beim Einkauf zu Schulbeginn auf folgende Dinge zu achten: Wer sich beraten lässt, spart am Ende. Die Qualität eines Nicht-Markenprodukts muss nicht unbedingt schlechter sein. Wiederbefüllbare Filzstifte auf Wasserbasis, Hefte aus Recyclingpapier und Bleistifte ohne Lackierung sind umweltfreundlicher. Der Preis eines Bleistiftes hängt meist von der Qualität der Mine ab - mit guten schreibt es sich leichter. Eine Schultasche sollte nicht schwerer als ein Zehntel des Körpergewichts sein.

Sensibilisierung der Konsumenten

 

Rund 40.000 Artikel habe die Papierbranche laut Oswald Heimhilcher von der WKÖ auf Lager, 1.970 davon gehören zum Sortiment der Umwelt-Initiative. Andreas Tschulik vom Umweltministerium erklärte die Hintergründe von "Clever einkaufen": "Einerseits, weil es ganz konkrete Gesundheitsauswirkungen gibt, andererseits, weil wir Eltern, Schüler und Lehrer sensibilisieren wollen." (APA)

Weitere Informationen:

"Clever einkaufen für die Schule"

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    Grafik: APA
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    Foto: APA/Hochmuth

    Wer sich die Zeit nimmt, sich beraten lässt und Preise vergleicht, kann viel Geld sparen.

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