Kazaa-Prozess: Nutzerin muss 6.050 US-Dollar zahlen

19. August 2008, 13:36
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Der US-Musikverband RIAA und eine P2P-Nutzerin haben sich in einem der längsten Filesharing-Prozesse geeinigt

Die Recording Industrie Association of America (RIAA) hat sich nach einem drei Jahre dauernden Prozess mit Denise Barker auf eine Zahlung von 6.050 US-Dollar geeinigt. Barker hatte Musik über den P2P-Dienst KaZaA getauscht.

Überzogene Forderungen

Richter Kenneth M. Karas hatte im März festhalten, dass die Bereitstellung von geschützter Musik über eine P2P-Plattform eine Verletzung der Urheberrechte darstelle und damit Barkers Verteidigung abgewiesen. Barkers Anwalt hatte argumentiert, dass der Schaden für die Industrie nicht mehr als 3,50 US-Dollar pro Lied betrage - ein fünfmal höherer Betrag als die Labels für Musik-Downloads im Durchschnitt verlange. Barker kritisierte zudem das Vorgehen der RIAA, die für ihre Untersuchungen einen privaten Ermittler auf sie angesetzt hatte.

750 Dollar pro Lied

Letztendlich hat sich Barker nun jedoch mit der RIAA auf eine Zahlung von 6.050 Dollar geeinigt, um den langjährigen Prozess endlich zu beenden. Damit muss die Nutzerin etwas mehr als 750 Dollar pro Lied bezahlen. Ursprünglich hatte die RIAA Barker zu einer Zahlung von 4.000 Dollar aufgefordert. (red)

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